Gemeinsam alt werden und sich eine Stütze sein, dieser Wunsch geht leider bei vielen Paaren nicht in Erfüllung. Dami
Gemeinsam alt werden und sich eine Stütze sein, dieser Wunsch geht leider bei vielen Paaren nicht in Erfüllung. Damit sie nach dem Tod des Partners oder nach eigener Erkrankung nicht ins Heim müssen, gibt es Sozialstationen. Sebastian Gollnow
Silke Beuster leitet die Sozialstation.
Silke Beuster leitet die Sozialstation. Claudia Marsal
Hausnotruf

Senioren werden mit Funksendern ausgerüstet

Wer diesen Service der Diakonie Prenzlau bestellt, bekommt maximale Sicherheit. Wenn der Alarm ausgelöst wird, schaut das Personal nach dem Rechten.
Prenzlau

Selbstständigkeit bis ins hohe Alter. So lange zu Hause bleiben, wie es möglich ist. Das wünschen sich wohl die meisten Menschen. „Doch manchmal kommt es anders, als man es sich erträumt”, weiß Silke Beuster, die in Prenzlau seit vielen Jahren die Diakonie-Sozialstation leitet. Mit aktuell 33 Pflegekräften trägt die Geschäftsführerin Sorge dafür, dass Senioren auch nach Schicksalsschlägen wie dem Tod des Partners oder einer schweren Krankheit nicht sofort ins Heim umziehen müssen, sondern weiterhin daheim wohnen bleiben können: „Wir kümmern uns dort um die Menschen, wo sie sich am wohlsten fühlen – in ihrem Zuhause.”

+++ Einsamkeit nach Tod des Partners – das muss nicht sein +++

Aktuell ist die Diakonie dabei, weitere Touren aufzumachen. „Während der Coronazeit hatten wir das etwas zurückgefahren”, erklärt Silke Beuster. Aber nachdem sich die Zustände wieder normalisiert hätten, arbeite man jetzt an einer Ausweitung der Dienstleistungen.

Zu 100 Prozent geimpft

Ihre Belegschaft sei zu 100 Prozent durchgeimpft, das treffe auch auf die meisten Betreuten zu, freut sich Silke Beuster. Von ihrem Team angefahren werden Adressen in Prenzlau und in einem „Speckgürtel” von rund 20 Kilometern im Umkreis. Vorab plane man mit den Klienten und ihren Angehörigen den Umfang der Pflege, erläutert die Chefin: „Grund-, Behandlungs- sowie Urlaubs- und Verhinderungspflege zählen zum Angebotsspektrum unserer in der Prenzlauer Friedrichstraße angesiedelten Sozialstation.”

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Zusätzlich könnten die Klienten, so Silke Beuster, auch Pflegeberatung und Hauswirtschaftsdienste in Anspruch nehmen sowie weitere Betreuungsleistungen, beispielsweise für Altersverwirrte, Demenzkranke oder geistig Behinderte, die rund um die Uhr beaufsichtigt werden müssen.

Christliche Nächstenliebe

„Die Diakonie steht in der lebendigen Tradition christlicher Nächstenliebe, die sich als Gottes Liebe allen Menschen zeigt und erweist. Diese Nächstenliebe ist es, die für uns Basis und Motivation unseres täglichen Handels ist”, so hat es die Geschäftsführung auf den Punkt gebracht. Zunehmend nachgefragt werde aktuell der Hausnotruf. „Wer diesen Service in Anspruch nimmt, wird mit einem Funksender fürs Handgelenk oder eine Kette ausgerüstet. Wenn dieser ausgelöst wird, läuft in der Notrufzentrale der Johanniter ein Alarm auf. Die dortigen Kollegen verständigen dann unsere Mitarbeiter, die die 24-stündige Rufbereitschaft absichern. Und diese fahren dann mit dem bei uns im Tresor hinterlegten Schlüssel des jeweiligen Klienten zu ihm nach Hause und schauen nach dem Rechten”, führt Silke Beuster aus.

Seit 1991 aktiv

Dafür, dass die Mitarbeiterführung bei der Diakonie gut funktioniert, spricht die solide Personalentwicklung. Zurzeit sind alle Stellen besetzt, und es könnten sogar noch Alten- und Krankenpfleger beziehungsweise -helfer eingestellt werden. Die Diakonie gehörte 1991 übrigens zu den ersten Trägern, die in Prenzlau einen Pflegedienst ins Leben gerufen haben. Später kam die Tagesstätte in der Franz-Wienholz-Straße dazu. Für die 20 Plätze dort reißt die Nachfrage nicht ab. Ein besseres Zeugnis guter Arbeit kann es nicht geben, sagt Silke Beuster abschließend.

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