BAUMAßNAHMEN

Sind Schadstoffe unter Prenzlaus Straßen Einzelfälle?

PAK – kurz für polyzyklisch aromatische Kohlenwasserstoffe – wurden jüngst bei Untersuchungen unter zwei Straßen in Prenzlau entdeckt.
Konstantin Kraft Konstantin Kraft
Wegen entdeckter Schadstoffe verzögert sich der Baustart an der Uckerpromenade. Gefahr für Anwohner und Trinkwasser
Wegen entdeckter Schadstoffe verzögert sich der Baustart an der Uckerpromenade. Gefahr für Anwohner und Trinkwasser besteht nicht. Konstantin Kraft
Prenzlau.

Zwei Baustellen und zwei Mal dasselbe Problem: Bei Baugrunduntersuchungen wurden sowohl im Bereich des Thomas-Müntzer-Platzes als auch der Uckerpromenade in Prenzlau unter der Straßenoberfläche erhebliche Belastungen mit Schadstoffen entdeckt. In beiden Fällen handelt es sich um polyzyklisch aromatische Kohlenwasserstoffen (PAK).

Bauschutt belastet

Mit diesem Wissen drängt sich die Frage auf, ob auch noch andere Straßen und Plätze im Stadtgebiet mit PAK belastet sein könnten. Dr. Andreas Heinrich, Zweiter Beigeordneter der Stadt, erklärte, dass es sich wohl nicht um ein flächendeckendes Problem handele. Er gehe davon aus, dass die aufgespürten Schadstoffe aus dem Bauschutt herrühren, der nach dem Zweiten Weltkrieg bei Straßenbauarbeiten als Tragschicht im Erdreich mit eingebaut worden ist.

Änderung der Beurteilung

Bei einer Vielzahl von Straßen, die in den nächsten Jahren saniert werden sollen, etwa die Winterfeldtstraße oder die Steinstraße, sollte es keine Funde geben. Der Grund: Diese Straßen seien bereits in der Gründerzeit bis in die 1930er Jahre mit anderem Unterbau gebaut worden.

Massive Kostensteigerung

Im Zuge der Baumaßnahmen an den beiden Straßen werden die Schadstoffe entfernt und fachgerecht entsorgt. Zu Lasten der Stadt muss jeweils mit Kostensteigerungen gerechnet werden. Bei der Baumaßnahme am Müntzer-Platz steigen die Kosten um gut 50 Prozent. Für die Uckerpromenade gibt es noch keine Schätzung.

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