Hochzeitsplanner im Interview
So sieht der ideale Heiratsantrag aus

Frank Matthée gilt als Deutschlands bekanntester Hochzeitsplaner.
Frank Matthée gilt als Deutschlands bekanntester Hochzeitsplaner.
Privat

Weddingplaner Frank Matthée ist der Stargast der Uckermärkischen Hochzeitsmesse. Vor seinem Auftritt gewährte „Froonck“ intime Einblicke.

Froonck, Sie sind der Hochzeits-Guru schlechthin. Der Presse konnten wir entnehmen, dass es bei Ihnen in Sachen Liebe ebenfalls rund läuft und Sie erst kürzlich für Ihren Partner nach Nizza gezogen sind, wo Sie jetzt mit ihm zusammen leben. Ist das noch der aktuelle Stand?

Nicht ganz. Aber das ist in der Tat privat.

Wenn ja, fragt man sich natürlich, wann denn bei Ihnen endlich die Hochzeitsglocken läuten... Gibt es vielleicht sogar schon einen Termin?

Nein, leider nicht.

Bei Vox haben Sie im Interview gesagt, dass Sie und Ihr Freund noch nicht vor den Traualtar getreten sind, weil Sie noch nicht gefragt haben. Dürfte auch er fragen?

Auf jeden Fall. Bei Homo-Paaren gibt es ja nicht zwingend die traditionelle Rollenverteilung mit der entsprechenden Erwartungshaltung.

Wie sieht für Sie der ideale Antrag aus?

Romantisch. Zu zweit. An einem besonderen Ort, wo beide noch nie waren oder mit dem beide einen Glücksmoment verbinden.

Worauf würden Sie bei Ihrer Hochzeit nie verzichten?

Champagner. Super Band. Gospel. Strand.

Was würden Sie an Ihrem großen Tag anziehen?

Das hängt natürlich total von der Location, der Jahreszeit und dem Zeitpunkt ab, denn es muss unbedingt modisch beziehungsweise avantgardistisch sein, also cool und stylish.

Was ist ein großer Fehler, den viele Brautpaare machen?

Der Tagesablauf: meist zu lang, kein Spannungsbogen, zu viele Unterbrechungen, zum Beispiel Spiele, am Abend, keine passende Musik.

Bei wie vielen Paaren durften Sie schon beratend zur Seite stehen?

Das müssten jetzt knapp 600 sein.

Gibt es eine Liebesgeschichte unter den vielen, die Ihnen noch in besonderer Erinnerung ist?

Ja. Sehr außergewöhnlich, da hatte sich ein Paar nach 30  Jahren wiedergefunden und feststellen müssen, dass es einen gemeinsamen Sohn hatte. Die beiden haben dann im sehr reifen Alter noch mal eine regelrechte Liebes-Märchenhochzeit gefeiert.

Was entgegnen Sie denen, die überzeugt sind, dass man auch ohne Trauschein glücklich sein kann?

Dass dieser Hochzeitstag ein ganz besonderes und einmaliges Fest ist, das man nie vergisst. Dass es darauf ankommt, seinen Treueschwur mit den Lieben zu teilen. Dass es sich lohnt, die Liebe zu feiern.

Waren Sie schon einmal in Prenzlau?

Das habe ich mich jüngst auch gefragt. Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht,
da ich Deutschland schon so viel bereist habe – vor allem mit meiner ersten Serie „Frank, der Wedding-planer“ –, dass vieles verschwimmt. Aber ich warte auf das Aha-Erlebnis heute...

Haben Sie an diesem Wochenende Zeit, länger in der Uckermark zu bleiben?

Es geht wie immer rasend weiter: Angereist aus Berlin, Abreise direkt nach dem Auftritt nach Hamburg, Hochzeitsmesse dort, dann nach Paris zur Brautkleidanprobe, danach Südfrankreich für Termine.