BEBAUUNGSPLAN

So soll die Uckerpromenade in Prenzlau gestaltet werden

Die Diskussion um die Bebauung des Kurgartens an der Uckerpromenade nimmt wieder Fahrt auf. Es gibt erste Hinweise für den B-Plan.
Konstantin Kraft Konstantin Kraft
Erste Anmerkungen für einen Bebauungsplan für die Uckerpromenade liegen nun vor. Am Kurgarten könnte ein Mehrfa
Erste Anmerkungen für einen Bebauungsplan für die Uckerpromenade liegen nun vor. Am Kurgarten könnte ein Mehrfamilienhaus entstehen. Konstantin Kraft
Wie darf entlang der Uckerpromenade gebaut werden?
Wie darf entlang der Uckerpromenade gebaut werden? Konstantin Kraft
Prenzlau.

Die Diskussion um die geplante Bebauung des ehemaligen Kurgartens an der Uckerpromenade in Prenzlau hallt noch nach. Der vorläufige Schlusspunkt war der Beschluss der Stadtverordneten Ende Mai, dem geplanten Bauprojekt der Wohnungsgenossenschaft für ein „drei- bis viergeschossiges Mehrfamilienhaus” das Einvernehmen zu versagen. Parallel zur Debatte um die Bebauung wurde der Ruf nach einem Bebauungsplan für die Uckerpromenade laut, der die bereits vorliegende Gestaltungssatzung der Stadt Prenzlau konkretisieren sollte.

Allgemeines Wohngebiet

Bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Stadt- und Ortseilentwicklung wurden nun erste Ansätze auf dem Weg zu einem Vorentwurf für einen Bebauungsplan dargelegt. „Ziel des Bebauung ist die Sicherung einer geordneten Entwicklung des Gebietes durch eine Wohnnutzung und einer Bebauung, die das historische Umfeld und die Grundflächen berücksichtigt”, sagte Architektin Marita Klohs vom Architektur- und Planungsbüro „A&S”. Was heißt das konkret?

Eingeschosser sind tabu

Entlang der Promenade ist eine „offene Bauweise” mit „Freiräumen in Richtung Stadt” vorgesehen. Die Gebäude sollen „villenartig” sein, mit zwei bis maximal drei Geschossen. Um eine Kleinteiligkeit der Bebauung zu erhalten, dürften die einzelnen Grundflächen nicht mehr als 180 Quadratmeter haben. Die Dreigeschossigkeit solle explizit ermöglicht werden, so die Architektin, allerdings mit dem Zusatz, dass der jeweilige dritte Stock zum Dachgeschoss ausgebaut wird. „Eine eingeschossige Bebauung ist ausgeschlossen”.

Sonderregeln für Kurgarten

Im „sensiblen” Bereich des Kurgarten gibt es Ausnahmen. Dort müsee zwingend ein dreigeschossiges Gebäude entstehen, führte Klohs aus. Eine Festsetzung über die Größe des Baues gebe es indes nicht, die 180 Quadratmeter-Grenze entfällt. Um eine „Massivität” des Baus zu verhindern, müsste es Einschnitte zur Promenade hin geben.

Baurecht individuell ausgestalten

Der Zweite Beigeordnete stellte überdies klar, dass mit dem geplanten Bebauungsplan über ein Ortsrecht an der Uckerpromenade diskutiert werde. In Ergänzung der Gestaltungssatzung, die bereits vorliege. Es werde über die Rahmenbedingungen einer Bebauung entschieden, nicht aber über die konkrete Ausgestaltung. Den Bauherren wird die „Chance gegeben, das Baurecht individuell auszugestalten”.

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