BAUERNVERBAND UCKERMARK

So stellen sich Bauern Zukunft der Landwirtschaft vor

Uckermärker Bauern wollen sich nicht in der Schmollecke verbarrikadieren, sondern eigene Ideen für eine nachhaltige Landwirtschaft präsentieren.
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Die Uckermärker Bauern gehen in die Offensive und lassen keine Gelegenheit aus, um auf den Beitrag hinzuweisen, den sie f
Die Uckermärker Bauern gehen in die Offensive und lassen keine Gelegenheit aus, um auf den Beitrag hinzuweisen, den sie für die Gesellschaft leisten. Konstantin Kraft
Grünow.

Der Bauernverband Uckermark wird am Freitag, dem 13. März, im Landgasthof „Zum alten Schafstall“ in Grünow über das von Landwirten aus ganz Brandenburg, darunter auch aus der Uckermark, erarbeitete Positionspapier zum neuen Brandenburger Weg für die Landwirtschaft diskutieren. Nach Bauernschelte und Bauerndemonstrationen, verschärfter Düngemittelverordnung und den Diskussionen zum Beitrag der Landwirtschaft zu Klimaschutz und Erhalt der Artenvielfalt wollen sich die Uckermärker Landwirte nicht in die Schmollecke zurückziehen, sondern aktiv einbringen in die Gestaltung ihrer Zukunft, so der Geschäftsführer des Bauernverbandes Uckermark Friedhelm Rogasch.

Regionale Ausrichtung der Landwirte

Der Landesbauernverband hat im Ergebnis der Diskussionen 29 Vorschläge für einen Veränderungsprozess formuliert. Die Brandenburger Bauern setzen auf die stärkere Etablierung regionaler Wertschöpfungsketten, eine Ernährungsstrategie für die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg, wo 2030 rund sieben Millionen Menschen ernährt werden müssen, und eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft Tier–Pflanze–Boden–Tier, so Rogasch.

Kritik an Ungleichbehandlung

Bereits auf dem Agrardialog in Schwedt hatte der Vorsitzende des Bauernverbandes Uckermark Manfred Mesecke Kritik geübt, dass Industriebetriebe sich kohlendioxidneutral rechnen könnten, die Bindung von Kohlendioxid durch die Pflanzen auf dem Acker jedoch nicht anerkannt werde. Die politischen Rahmenbedingungen, die rigiden Anforderungen an mehr Umwelt-, Klimaschutz und Tierwohl und damit eine nachhaltigere landwirtschaftliche Produktion führten zu einem enormen Veränderungsdruck in den Landwirtschaftsbetrieben.

Landwirtschaftsminister Vogel eingeladen

Am vergangenen Wochenende hatten Landwirte aus der Uckermark von Schmölln bis Uckerland Landwirtschaftsminister und Grünenpolitiker Axel Vogel die praktischen Konsequenzen der novellierten Düngeverordnung vor Augen geführt, die wegen mangelnder Fachlichkeit teilweise das Gegenteil von dem bewirken könnte, was erreicht werden soll. Der Minister ist zum öffentlichen Teil des Bauerntages eingeladen und soll dazu sprechen, wie die Landesregierung die Entwicklung stabiler Landwirtschaftsbetriebe in der ländlichen Region der Uckermark unterstützen will.

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