AKTION SOLL MUT MACHEN

Spenden-Radler erreicht Prenzlau

Oliver Trelenberg ist Krebs-Patient und radelt quer durch Deutschland, um Geld für kranke Kinder zu sammeln.
Zur Stärkung vor der Weiterfahrt gab es für Oliver Trelenberg (links) von Bürgermeister Hendrik Sommer eine Fla
Zur Stärkung vor der Weiterfahrt gab es für Oliver Trelenberg (links) von Bürgermeister Hendrik Sommer eine Flasche Prenzlauer Apfelsaft. Alexandra Martinot
Prenzlau ·

Mittlerweile hat Oliver Trelenberg sicherlich schon wieder etliche Kilometer auf seiner Spendentour zurückgelegt. Am Tag 63, als er schon 3835 Kilometer mit dem Rad zurückgelegt hatte, kam er in Prenzlau an und traf sich am Nordufer mit Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos), um von seiner Spendenaktion zu berichten und sich beim Stadtoberhaupt für die Unterstützung zu bedanken. Denn hier, wie in vielen anderen Zielorten auch, war man gern bereit, ihm eine Unterkunft zu organisieren und die Kosten dafür zu übernehmen.

Oliver Trelenberg will unterstützen und Mut machen. Seit sechs Jahren startet er mit seinem Fahrrad regelmäßig zu Spendentouren. In diesem Jahr in Kooperation mit dem Verein „Strahlemännchen – Herzenswünsche für krebskranke Kinder“. Der Verein, so Trelenberg, unterstütze sowohl an Krebs und anderen schweren Leiden erkrankte Kinder, als auch deren Familien. Insgesamt 5500 Kilometer werde er mit seinem Rad zurückgelegt haben, wenn er am 23. September im westfälischen Hagen ankomme.

Tückische Krankheit mit Radfahren besiegt

Die Geschichte des Spendenradfahrers erklärt sein Engagement: Frühzeitig schon sei er alkoholabhängig gewesen, habe aber die Kehrtwende geschafft und 2003 mit dem Trinken endgültig aufgehört. Etwas später entdeckte er das Radfahren für sich und stellte fest, dass es ihm psychisch guttat. Dann kam 2013 die Schockdiagnose Kehlkopfkrebs. Trelenberg kämpfte, setzte sich immer wieder aufs Rad und besiegte die tückische Krankheit.

Schon ein Jahr nach der Diagnose schaffte er es, mit Tagesausflügen auf dem Rad insgesamt 5460 Kilometer zurückzulegen. Das motivierte ihn, sein Projekt „Oli radelt“ ins Leben zu rufen. „Ab diesem Zeitpunkt habe ich meine Leidenschaft mit dem guten Zweck verbunden“, sagt er und verweist auf mehr als 40 000 Euro an Spendengeldern, die er im Laufe der Jahre erradelt hat.

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