VERKEHRSPROBLEM

Stadt Prenzlau lehnt Parkverbot ab

Zugestellt bis zur letzten Ecke – so stellt sich die Situation in der Breitscheid-Straße in Prenzlau dar. Anwohner fordern, dass die Ämter einschreiten.
Claudia Marsal Claudia Marsal
Wenn in diesem Moment auf der Gegenspur ein Auto kommt, ist guter Rat teuer.
Wenn in diesem Moment auf der Gegenspur ein Auto kommt, ist guter Rat teuer. Claudia Marsal
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Prenzlau.

Seit Jahren bereitet die Verkehrssituation in der Prenzlauer Rudolf-Breitscheid-Straße Kraftfahrern Kopfzerbrechen. Weil in Richtung Schwedter Straße das Parken am rechten Rand – trotz enger Fahrbahn und hoher Bordsteinkanten – gestattet ist, ergeben sich hier häufig brenzlige Situationen. Bei Gegenverkehr kann es passieren, dass lange Strecken rückwärtsfahrend zurückgelegt werden müssen, weil kein Platz zum Passieren ist. Im Rahmen einer Bürgeranfrage wurde jetzt bei der Stadt der Vorschlag eingereicht, wenigstens im Kreuzungsbereich Karl-Marx-Straße/Rudolf-Breitscheid-Straße wegen schlechter Einsehbarkeit ein teilweises Parkverbot auszusprechen. Denn auch dort findet sich tagsüber kaum eine Lücke, weil hier nicht nur die Pkw der Anwohner, sondern auch die der Mitarbeiter der nahegelegenen Behörden stehen.

Behörden sehen keinen Unfallschwerpunkt

Nach Rücksprache mit der Verkehrsbehörde und der Polizei teilte Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos) nun aber überraschenderweise mit, dass dieser Idee nicht zugestimmt werde, weil es sich nicht um einen Unfallschwerpunkt handele und es aus Sicht der Polizei zudem bei einem der Straßenverkehrsverordnung konformen Verhalten hier keine Problemlage gebe. Sommer will aber veranlassen, dass in diesem Bereich künftig verstärkt Kontrollen durchgeführt werden. Denn eine Voraussetzung, um die Straße einsehen zu können, ist das Parken entsprechend der StVO und dem damit verbundenen Einhalten der geforderten Abstände.

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