JOBVERLUST ABGEWENDET

Stadt Prenzlau genehmigt Ausnahme für Single-Mama

Eine junge Prenzlauerin fürchtete nach dem Wegfall der Kita-Sonderöffnungszeiten um ihren Arbeitsplatz. Nun zeichnet sich eine Lösung für sie ab.
Häufig war nach dem regulärem Kita-Schluss nur noch ein Kind da, abgesichert werden musste der Dienst trotzdem mit zwei Betreuern.
Häufig war nach dem regulärem Kita-Schluss nur noch ein Kind da, abgesichert werden musste der Dienst trotzdem mit zwei Betreuern. Monika Skolimowska
Prenzlau.

In den städtischen Kitas entfallen seit April die Sonderöffnungszeiten, der Uckermark Kurier berichtete. Geöffnet ist künftig nur noch von 6 bis 18 Uhr, in Ausnahmefällen von 5.30 bis 18.30 Uhr; aber nicht mehr – wie für einige Kinder über Jahre praktiziert – bis 19.30 beziehungsweise sogar 20 Uhr. Die Kommune hatte das Ende März in einem Elternbrief vor allem mit Personalengpässen begründet. Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos) zufolge musste der Extradienst am späten Abend aus Sicherheitsgründen immer mit zwei Kollegen abgesichert werden, selbst wenn nur ein Kind da war. „Diese Mitarbeiter fehlten uns aber tagsüber dann für die pädagogische Arbeit mit dem Gros der Kinder.“

Tochter wäre in der Spätdienstwoche unversorgt

Hinzu gekommen sei, dass der von Eltern angemeldete Sonderbetreuungsbedarf häufig gar nicht in Anspruch genommen wurde, sprich die Erzieher umsonst da waren, so das Stadtoberhaupt. Weil bislang aber bei Vertragsabschluss immer die Option mit den langen Abenden gestanden habe, hätten diese Eltern „Bestandsschutz“. Im konkreten Fall gebe es, so der Bürgermeister, aber nur noch eine Mutter, die in ihrer Spätdienstwoche im Handel für ihre Tochter keine andere Unterbringungsmöglichkeit habe.

Die junge Frau war mit dem Problem an die Presse gegangen, woraufhin es ein persönliches Gespräch im Rathaus gab. Sie hat aus der Unterredung mit dem Stadtoberhaupt entnommen, dass die tageweise Betreuung in der 24-Stunden-Kita eines anderen Trägers denkbar wäre. Diesem Vorschlag kann die zweifache Mutter aber nichts abgewinnen. Sie möchte nicht, dass ihre Vierjährige eine Kita-Pendlerin wird, weil das schlecht für die Psyche wäre.

Finanzielles Entgegenkommen

Hendrik Sommer sagte, dass man der Mutter sicher finanziell entgegen gekommen wäre, damit es in den Wechselwochen keine Doppelbelastung gibt. Aber er akzeptiert, dass sie das nicht will und hat sie nun gebeten, ihm detailliert aufzulisten, wann sie wie viele Stunden am Abend Extrabetreuung benötigt. „Wir werden in der Einrichtung ausnahmsweise eine Lösung schaffen. Aus diesem Grund wird die Frau ihren Job als Verkäuferin sicher nicht verlieren“, sagte er zu.

Paula T. (Name geändert) hatte genau das befürchtet. Bei künftigen Vertragsabschlüssen weist die Stadt explizit darauf hin, dass es diese Ausnahmen nicht mehr geben wird.

 

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Kommentare (2)

Die Militärausgaben Deutschlands beliefen sich im Jahr 2018 laut Quelle auf geschätzt rund 51 Milliarden US-Dollar

Frage 1: Wieso ist kein Geld für Kinderbetreung da?
Frage 2: Gegen wen müssen wir uns verteidigen?

Bis jetzt hat die NATO nur Angriffskriege geführt,keine Verteidigungskriege.

Also frage ich nochmal,für was gibt Deutschland 51 Milliarden aus?Warum ist kein geld für unsere Kinder und ihre Eltern da?????

"wir" müssen halt Knarren und Panzer und Krams kaufen von wegen Arbeitsplätze. Heckler & Koch, Thyssenkrupp, Krauss-Maffei...da hängen halt xJobs dran...des sind alles Wähler "unserer" Politik. Iwo her müssen die Stimmen für CXU und AfD ja kommen und Gelder und Krams.