NACHHALTIGE WALDWIRTSCHAFT

Stadtwald Templin erhält Wald-TÜV

Dem Templiner Stadtforst ist erneut nachhaltige Bewirtschaftung bestätigt worden. Die Stadt will, dass ihr Forst immer mehr zum Bürgerwald wird.
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Neben gepflanzten jungen Eichen sprießt auch Kiefernnachwuchs in Naturverjüngung.
Neben gepflanzten jungen Eichen sprießt auch Kiefernnachwuchs in Naturverjüngung. Sigrid Werner
Bürgemeister Detlef Tabbert und die Stadtförster Jürgen Schuppelius und Christian Hierdeis sehen sich durch die
Bürgemeister Detlef Tabbert und die Stadtförster Jürgen Schuppelius und Christian Hierdeis sehen sich durch die PEFC-Zertifzierung in ihnen Bemühungen um einen nachhaltigen Waldumbau hin zu klimaangepassten Mischwäldern bestätigt. Sigrid Werner
Templin.

Die Stadt Templin hat es jetzt erneut schwarz auf weiß: Sie bewirtschaftet ihren 3600 Hektar großen Stadtwald ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig. Auf Beschluss der Stadtverordneten haben sich die Stadtförster vom globalen Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldwirtschaft PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) prüfen lassen. Damit gehört auch der zweitgrößte Stadtforst im Land zu den 2500 PEFC zertifizierten Kommunalwäldern in Brandenburg. Seit 2001 betreibt die Stadt zertifizierten nachhaltigen Waldumbau.

Ohne Chemie und Kahlschläge

Die Templiner setzen seit fast 20 Jahren weder Dünger noch Chemie ein, verzichten auf Kahlschläge, betreiben den Waldumbau hin zu klimaangepassten mehrstufigen Mischwäldern, setzen auf Naturverjüngung und beachten auch soziale Standards. Zudem wird in der Kurstadt neben der wirtschaftlichen, ökologischen und Naturschutzfunktion auch großen Wert auf die Erholungsfunktion des Stadtwaldes sowie Bürgerbeteiligung gelegt.

Pflanzaktion im Jubiläumsjahr

Die Stadt hatte 2019 die Initiative des Jugendbündnisses Templin aufgegriffen und mehrere Baumpflanzaktionen durchgeführt. Zu Beginn des Jahres 2020, aus Anlass von 750 Jahren Templin, pflanzten junge Leute aus Templin gemeinsam mit engagierten Bürgern im Gandenitzer Forst in einen Kiefernbestand verschiedene Laubbaumarten und setzten damit auch in diesem Waldstück die Initialzündung für einen Waldumbau. Inzwischen sind die 10500 Bäumchen dank einiger Regenschauer im Februar und Mai auch gut angewachsen. Der Bürgermeister will weitere Baumpflanzaktionen im Herbst und Frühjahr unterstützen.

 

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