Verbot verhängt

Steht Prenzlauer Jugendtreff auf der Kippe?

Seit die „Holze” am Nordufer steht, gibt es Ärger. Die Anwohner beklagen vor allem den Lärm. Jetzt hat sich der Bürgermeister per Video zu Wort gemeldet.
Claudia Marsal Claudia Marsal
Tische und Bänke wurden wieder beschmiert.
Tische und Bänke wurden wieder beschmiert. Claudia Marsal
Die Stadt stellt neue Regeln auf.
Die Stadt stellt neue Regeln auf. Claudia Marsal
4
SMS
Prenzlau.

Ein geräumiges Holzhäuschen mit Blick auf den See – die Prenzlauer Jugend ist um ihren „Holze” genannten Treff direkt am Nordufer zu beneiden. Tagsüber bietet die Konstruktion genügend Schatten. Des Nachts lässt es sich auf den Bänken lauschig beieinander sitzen. Das möchte man zumindest meinen. Doch ganz so idyllisch geht es dort wohl nur selten zu. In den letzten Wochen haben sich offenbar Beschwerden der Anwohner über ausufernde Festgelage gemehrt. Der Protest aus den umliegenden Häusern war so massiv, dass sich Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos) jetzt mit einer Videobotschaft an die unbelehrbaren Störenfriede gewandt hat.

Treffpunkt am See

In einem auf der Facebookseite „Prenzlau City” veröffentlichten Film nahm der Kommunalpolitiker Stellung. Sommer zufolge gönne man den Nutzern ihren Treffpunkt am See. Doch wenn es so weitergehe, müsse die Stadt zu drastischen Verboten greifen, sprach er Klartext. Er persönlich möchte es nicht so weit kommen lassen. Aber im Interesse des „Friedens” bleibe der Stadt keine andere Wahl, als hart durchzugreifen, hieß es weiter.

Es gilt ein Musik-Verbot

Als erste Maßnahme wurde ein Schild angebracht, welches auf das Laute-Musik-Verbot an diesem Ort verweist. Inwieweit die „Chill-Out-Area” weiter den Jugendlichen zur Verfügung gestellt werden kann, hängt maßgeblich von den Nutzern selbst ab. Daran lässt das Stadtoberhaupt keinen Zweifel. Schließlich sei es nicht nur der Lärm, der zunehmend nervt. Mittlerweile gebe es auch ständig neue Graffiti-Schmierereien, die jedes Mal in mühevoller Kleinarbeit weggeputzt werden müssen. „Irgendwas muss jetzt passieren, wir wollen die 'Holze' nicht abbauen müssen”, heißt es abschließend in dem Video.

Kommentare (4)

Man kann diesen Gören nichts hinstellen und darauf hoffen, dass die damit vernünftig umgehen bzw. sich ordentlich ( halbwegs zumindest) benehmen. Das hat schon in einer anderen Gesellschaftsordnung (DDR) nicht funktioniert. Da haben die Oberen es begriffen. Wir haben unsere Räumlichkeiten selbst renoviert etc. und waren danach bestrebt das vollbrachte auch in Ordnung zu halten. So, und nicht anders wird es funktionieren. Die Mittel sollten durch die Stadt, Gemeinde zur Verfügung gestellt werden.Zumindestens ist es den Versuch wert. Allerdings mit dem " Holze" ist der Zug abgefahren.

Wird auch mal Zeit das was passiert,bitte auch so ein Schild vor dem Kino in der Friedrichstraße,am besten mit einer Zeichnung,falls einige nicht lesen können,die Bewohner sind auch schon alle mit den Nerven fertig,die Stadtfeste reichen schon. Nur das Schild ohne Geldstrafenandrohung wird natürlich nicht helfen. Wir müßen uns auch alle an die Ruhezeiten halten und es ist halt nur erlaubt eine normale Lautstärke wo man sich noch unterhalten kann vorgegeben,nachts Wochenende und Feiertag total Verbot!Es wir sonst irgendwann eskalieren vor dem Kino das ist sicher,die Musikboxen müßten verboten werden,daß will und muß sich keiner mit anhören. Warum ist daß nur in Prenzlau so schlimm,woanders läuft die Zusammenarbeit mit Ordnungsamt,der Polizei und den Bürgermeister besser wie es aussieht,aber die Wohnen natürlich alle nicht dort wo es so schlimm ist.Sehr bedenklich wie hol die Jugend heute im Kopf ist und keine Rücksicht nimmt.Keiner will was verbieten und die Jugend hat nicht viel hier,aber das mit der Musik geht einfach nicht mehr.

Verbote sind arschlos, solange keiner da ist der die Einhaltung ..... Mir fällt nix ein. Was soll die Polizei mit ihren 3 Leuten pro Schicht noch machen ? Ordnungsamt ? Freitag mittag ist Wochenende ! Mit Recht, wenn man die ganze Woche sinnlos in der Stadt rumgelatscht ist und Knöllchen verteilt hat und sich in der Nachbarschaft nicht mehr ohne schlechten Gewissens sehen lassen kann. Verbote , mit Schild und Strafandrohung reizen um so mehr. Appellieren an die Vernunft , Schulterzucken? Alles so gewollt, weil bunte Demokratie! Jeder darf alles , findet alles richtig, macht bei jedem Mist mit etcpp.

Das ist nicht bloß in Prenzlau so.