KITA-STREIT

Stephanus-Stiftung will Erzieher in Brüssow übernehmen

Das Bürgerbegehren in Brüssow ist bestätigt. 450 der 452 Unterschriften sind gültig. Nun sind die Stadtverordneten erneut gefordert.
Am Dienstag sollen sich die Stadtverordneten zum aktuellen Stand des Bürgerbegehrens wegen der Kita in Brüssow positionieren.
Am Dienstag sollen sich die Stadtverordneten zum aktuellen Stand des Bürgerbegehrens wegen der Kita in Brüssow positionieren. Kai Horstmann
Brüssow.

In einer Sondersitzung sollen sich die Stadtverordneten in Brüssow am Dienstag mit dem Bürgerbegehren zum Trägerwechsel der Kita „Sonnenschein“ befassen. Konkret geht es darum, ob die Stadtverordneten die Forderung nach einer Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen dem Amt Brüssow und der Stephanus-Stiftung zum Wechsel der Trägerschaft mittragen wollen oder nicht. Sowohl Amt als auch...

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Kommentare (1)

beobachte ich aus der Ferne. In Zeiten, in denen immer mehr klar wird, die Kirchen und ihre Einrichtungen sind alles andere als Garant für besonders moralisches Verhalten gegenüber Kindern, in Zeiten, in der die Menschen deshalb massenhaft aus den Kirchen austreten und versuchen, ihre Kinder in andere Hände zu geben, gehen Brüssower Eltern genau den umgekehrten Weg.

Warum? Bisher hieß es, um eine bessere Qualität der Betreuung zu erreichen. Die ist aber in ganz hohem Maß von den Beschäftigten abhängig. Die sollen, was ich gut finde, ja als Bezugspersonen für die Kinder erhalten bleiben. Dort wird es also keine Qualitätsverbesserung geben.

Worin sollte die sonst liegen? Darin, dass diese Erzieherinnen zukünftig an christlichen "Informationsveranstaltungen" teilnehmen müssen? Darin, dass sie dann nicht mehr dem Betriebsverfassungsgesetz unterstehen sondern dem kirchlichem Sonderarbeitsrecht? Darin, dass sie wohl weniger Lohn bekommen werden, denn die Kirchen haben auch niedrigere Tarife. Was dazu führt, dass Erzieher lieber dort arbeiten, wo nach öffentlichem Dienst gezahlt wird. Der kann sich dann die besten aussuchen.

Es stimmt, Gewinnerzielungsabsichten sind bei einer gGmbH höchstens verschleiert möglich, darum wird es nicht gehen. Worum dann?
Alle religiösen Einrichtungen verstehen Wohltätigkeit auch als Mittel der Verankerung des jeweiligen Glaubens in der Gesellschaft, als Mittel der Verflechtung und Mission. Das auch noch auf Kosten des Staates, denn in den meisten Einrichtungen werden die Kosten zwischen 90 und 100% von anderen getragen. Caritas und Diakonie z.B. haben da gerade mal einen Eigenanteil von unter 2%. Für die Stephanusstiftung gibt es da keinen öffentlich auswertbare Daten.

Was es gibt, ist die Stephanusschule. Auf deren Website wird auch offen klar gestellt, worum es bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geht:

„Die Stephanus-Schule ist eine evangelische Schule. Über unsere christliche Einstellung erfahren die Schülerinnen und Schüler Annahme und Geborgenheit. In den täglichen Morgenandachten und im Religionsunterricht vermitteln wir christliche Grundwerte.
Gemeinschaft wird in ihrer ganzen Vielfalt mit allen Sinnen erlebt. Wir bieten Tauf- und Konfirmandenunterricht an. Zu einem von Schülern und Mitarbeitern gestalteten Schulgottesdienst wird an jedem letzten Freitag eines Monats in die Friedenskirche der Stephanus-Stiftung eingeladen.“

Soll das der Weg in Brüssow werden?