HOHE KOSTEN

Streit um „Fotoshow" in Prenzlau

100.000 Euro würde eine fotografische Dokumentation der Straßen in Prenzlau kosten. Nicht alle halten diese Maßnahme für notwendig.
Konstantin Kraft Konstantin Kraft
Straßenschäden in Prenzlau sind gut zu erkennen, möchte man denken.
Straßenschäden in Prenzlau sind gut zu erkennen, möchte man denken. Konstantin Kraft
Prenzlau.

Im Rahmen einer Messbildbefahrung soll das kommunale Straßennetz in Prenzlau erfasst und bewertet werden. Die Dokumentation könnte anschließend in die Straßensoftware pit-Kommunal eingepflegt werden. Die erfassten Daten könnten ämterübergreifend genutzt werden. Des Weiteren soll mithilfe der Messbilder ein Erhaltungsmanagement aufgebaut werden.

Mehr Bürgernähe

Mit Blick auf die Übertragung der Daten in ein Informationssystem ergebe sich zudem mehr Bügernähe. Soll in Zukunft etwa ein Zufahrt genehmigt werden, können im Beisein des Bürgers direkt die Messbilder abgefragt werden. „Es vereinfacht bestimmte Arbeitsabläufe“, betonte auch Bauamtsleiterin Kerstin Oyczysk.

Sanierungsbedarf gut sichtbar

Der Stadtverordnete Ludger Melters (CDU) äußerte dagegen Bedenken über die Notwendigkeit einer solchen Befahrung. Das Straßennetz in Prenzlau sei überschaubar, Sanierungsbedarf gut sichtbar. Vor diesem Hintergrund sollte man es im Griff haben, welche Straßen gemacht werden müssen. Noch dazu sei der Preis für die Messbildbefahrung mit 100.000 Euro „sehr sportlich“, so Melters.

Baukontrolleur schon aktiv

„100.000 Euro sind viel, wir gehen davon aus, dass wir damit ungefähr hundert Kilometer Straße abgedeckt bekommen“, sagte Bauamtsleiterin Kerstin Oyczysk. Es sei auch richtig, dass der Baukontrolleur, der in einem gewissen Rhythmus die Straßen in Prenzlau abgehe, deren Zustand kenne und wisse, wo akuter Handlungsbedarf bestünde. Dennoch wäre der jetzige Zeitpunkt für eine Messbildbefahrung günstig, und das nicht nur, weil für das Projekt Fördermittel in Aussicht stehen.

Ergänzung in die digitale Zukunft

„Ich sehe die Messbildbefahrung als Ergänzung in die digitale Zukunft“, sagte der Erste Beigeordnete Marek Wöller-Beetz (CDU). „Eine mittelfristige und langfristige Planung für die Stadt wird sicherer.“

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Kommentare (2)

Hat da jemand von Frau von der Leyen gelernt!?
Ich bin mal auf die Verwandschaftsverhältnisse zwischen Auftraggeber und Empfänger gespannt.
Ruft doch einfach mal die Bürger auf, schlechte Straßen zu melden. Ihr werdet eine viel genauere Übersicht völlig kostenlos bekommen.

Wären wir weniger bürokratisch, hätte Google das schon längst kostenlos für uns erledigt. Durch Widerspruchswelle und Verpixelungwahn vieler Bürger hierzulande hat man den Weltkonzern ja leider(?) vergrault. Psst Prenzlau, es gibt auch Alternativen, z.B. Mapillary. Aber wenn das Geld "von oben" kommt, kanns ja auch egal sein.