Techno-Partys sind im Freizeitzentrum prinzipiell möglich, sollen aber die Ausnahme bleiben. Die nächste Bluehour fi
Techno-Partys sind im Freizeitzentrum prinzipiell möglich, sollen aber die Ausnahme bleiben. Die nächste Bluehour findet übrigens am 2. April statt. BERNARD BODO
Eve Guske steht dem Verein vor.
Eve Guske steht dem Verein vor. Privat
Hier ist genug Platz zum Sporteln.
Hier ist genug Platz zum Sporteln. Privat
Auch einen kleinen Tanzsaal mit Spiegel gibt es hier.
Auch einen kleinen Tanzsaal mit Spiegel gibt es hier. Privat
Freizeitzentrum Prenzlau

Techno-Partys sollen die Ausnahme bleiben

Kürzlich wurde im Freizeitzentrum Prenzlau die Nacht durch getanzt. Hauptsächlich wird es hier aber Sportkurse geben. Noch sind Trainingszeiten frei.
Prenzlau

In einer Stadt wie Prenzlau sind Trainingszeiten in Sporthallen bekanntlich knapp. Doch es gibt eine Alternative, sagt Eve Guske, die mit ihrem Verein SKV Aktiv das Freizeitzentrum in der Brüssower Allee bewirtschaftet. Das große Objekt verfügt über mehrere Räume, in denen gesportelt werden kann. Offeriert werden hier sowohl die vom Verein organisierten Kurse als auch die Möglichkeit, sich mit einer kleineren Gruppe einzumieten. „Wer also Lust hat, sich regelmäßig mit Familie, Freunden oder Kollegen sportlich zu betätigen, der kann sich gern an uns wenden”, rät die Prenzlauerin. Er müsse dazu kein Vereinsmitglied werden, auch wenn das natürlich optimal wäre, versichert die ehrenamtlich agierende Chefin.

Laufende Kosten

Denkbar ist neben Badminton und Volleyball auch Kleinfeld-Fußball. Kürzlich hat sich sogar eine Tanzschule eingemietet. Die Einnahmen brauchen die Mitglieder dringend, um das Freizeitzentrum weiter auszubauen und in Schuss zu halten. „Man hat hier selbstverständlich auch laufende Kosten wie bei einer Privatimmobilie. Das kann sich doch jeder vorstellen.”

+++ Altes Freizeitzentrum wird zu riesiger Sportstätte +++

Selbst die kleinste Reparatur koste schließlich Geld, argumentiert Eve Guske: „Das wir aber nicht im Überfluss haben, weil natürlich auch bei uns die Coronaeinschränkungen Lücken gerissen haben.” Aus diesem Grund willigten die Sportler jetzt sogar ein, eine Techno-Party in ihren Räumen stattfinden zu lassen. Die erste Veranstaltung dieser Art fand am vergangenen Wochenende statt. Die nächste Bluehour ist für den 2. April anberaumt.

Keine neue Disko

Einige weitere sind geplant, berichtet sie weiter: „Aber wir sind weit davon entfernt, hier eine Disco oder einen Club zu installieren. Das soll nicht geschehen. Wir haben vielmehr Verständnis für die Veranstalter, die bislang vergeblich nach einer Location gesucht hatten und natürlich für die Belange junger Leute.” Niemand solle 50 Kilometer und mehr fahren müssen, um mal tanzen zu gehen, schon gar nicht die Heranwachsenden. Das sei viel zu gefährlich nachts, dann lieber Anlaufpunkte in Prenzlau schaffen.

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Samstagsvormittags ist die großen Halle aber oft für den Eltern-Kind-Sport reserviert, zu dem am 19. März ab 10 Uhr natürlich auch Großeltern mit Enkeln herzlich willkommen geheißen werden. Die nächsten Termine dafür sind der 7. und der 21. Mai. Auch auf einen weiteeren Höhepunkt möchte Eve Guske aufmerksam machen: Am 9. April findet ein sechsstündiger Selbstverteidigungskurs für Frauen ab 14 Jahren statt. Noch sind einige Workshop-Plätze für Kurzentschlossene frei.

2500 Quadratmeter Fläche

Die Vierfach-Mutter Eve Guske hat sich neben ihrem anspruchsvollen Job als selbstständige Immobilienmaklerin mit vielen Akteuren das Ziel gesetzt, die 2500 Quadratmeter neben dem AWP weiter mit Leben zu erfüllen. Gefragt, woher das Geld für die bisherigen Baumaßnahmen der über 15 Jahre leer stehenden Halle kam, erklärt die Prenzlauerin, dass der Verein einen guten Vertrag mit einer Solarfirma schließen konnte, der über 20 Jahre geht und die PV-Anlage auf dem Dach des Objektes betrifft. Aus diesen Einnahmen seien in der Vergangenheit alle größeren Projekte bezahlt worden. Zusätzlich gab es Unterstützung der Stadt über das Programm „Prenzlauer Profil“, vom Kreissportbund und der Bürgerstiftung. Auch einige größere Sponsoren hätten ihnen schon geholfen, dass kein Kredit aufgenommen werden musste. Davon profitieren aktuell vornehmlich die Jüngsten, deren Trainingsprogramm gut gefüllt ist. Die Angebote beginnen schon im Vorschulalter.

Kontakt: 0152 02058878

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