Entlaufene Tiere
Templiner Bauer hat ein Drittel seiner ausgebüxten Rinder zurück

Die Mutterkühe wollen in Ruhe gelassen werden.
Die Mutterkühe wollen in Ruhe gelassen werden.
Sigrid Werner/Archiv

Mutterkühe mit Kälbern einzufangen, ist kein leichtes Unterfangen. Ein Uckermärker Landwirt braucht dieser Tage vor allem eines: Geduld.

Ein Drittel der am Freitag von einer Koppel bei Klosterwalde, einem Templiner Ortsteil, entlaufenen 33 Mutterkühe und 22 Kälber ist wieder da. Darüber informierte Landwirt Manuel Otto am Montag. Seine Tiere waren beim Zusammentreiben für eine Tierarztuntersuchung ausgebüxt. Zuvor hatten sie einen Elektrozaun eingedrückt.

Vorsicht auf B 109 geboten

Die Tiere zogen sich daraufhin in nahegelegene Wälder zurück. Er wisse inzwischen, wo sie stehen, versicherte der Landwirt. Es müsse niemand auf die Suche nach ihnen gehen. Eine Gruppe konzentriert sich in einem Wald nahe Kreuzkrug, der an die Bundesstraße 109 grenzt, eine weitere bei Petznick. Vorsorglich wurden Treibjagd-Schilder aufgestellt, um Fahrzeugführer vorzuwarnen, für den Fall das Tiere plötzlich auf die Fahrbahn laufen.

Einfangen kann Tage dauern

Das Einfangen der Kühe und ihrer Kälber wird voraussichtlich noch mehrere Tage in Anspruch nehmen. „Momentan sind wir dabei, sie anzufüttern, um sie zu beruhigen und an ihrem bekannten Standort zu halten“, klärte der Landwirt über die nächsten Schritte auf. Er sucht seine Tiere zweimal täglich auf, damit sie nicht noch scheuer werden und dadurch verwildern. Tier für Tier soll dann mit Hilfe des Tierarztes betäubt und in einen Stall nach Herzfelde gebracht werden.

Tiere bitte in Ruhe lassen!

Der Landwirt bittet darum, dass Bürger, die Kühe und Kälber sehen sollten, diese möglichst in Ruhe lassen, sich ihnen nicht zu nähern, um sie nicht noch weiter weg zu vertreiben.