LEBENSMITTELAUSGABE

„Templiner Brotkorb” geöffnet ab 9. März

Disconter und Bäcker stellen wieder Lebensmittel für Bedürftige bereit.
Der Templiner Brotkorb öffnet am 9. März wieder seine Türen.
Der Templiner Brotkorb öffnet am 9. März wieder seine Türen. Sigrid Werner
Sybille Lipski
Sybille Lipski Sigrid Werner
Templin ·

Am 9. März öffnet der „Templiner Brotkorb“ wieder. Ab 10 Uhr können sich Bedürftige an der Lebensmittelausgabestelle in der Heine­straße einfinden, informierte Sybille Lipski. Sie ist eine der ehrenamtlichen Koordinatoren, die sich um das Angebot kümmern. Es befindet sich in Trägerschaft des Fördervereins Hilfe gegen soziale Not Templin e. V.

„Natürlich kann die Ausgabe wegen der Corona-Pandemie nur unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygieneregeln erfolgen. Das heißt, alle, die Lebensmittel bei uns abholen wollen, müssen eine medizinische Maske tragen, auch schon vor dem Betreten des Raumes, also auf dem Hof.“ Darüber hinaus gelte es, auf die Abstandsregel zu achten, betont Sybille Lipski. Außerdem habe man sich für eine Einzelabfertigung bei der Ausgabe entschieden.

Durch den „Templiner Brotkorb“ werden Menschen unterstützt, die aufgrund ihrer persönlichen Situation auf Lebensmittelspenden angewiesen sind. Sie müssen ihre Bedürftigkeit nachweisen und zahlen zwei Euro pro „Einkauf“. Die Lebensmittel werden von Discountern und Bäckern zur Verfügung gestellt. Ehrenamtliche Helfer holen die Spenden ab, bereiten sie für die Ausgabe vor, räumen danach auch auf, machen sauber und bringen die leeren Kartons anschließend wieder zurück.

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Kommentare (1)

daß Bäckereien und Discounter diese Lebensmittel zur Verfügung stellen und es ist zugleich großartig, daß es Menschen gibt, die ehrenamtlich dafür sorgen, daß der Fördervereins Hilfe gegen soziale Not Templin e. V. funktioniert. Es ist gleichzeitig bschäment, daß es Menschen in unserer Mitte und in unserer Gesellschaft gibt, die auf diese Hilfe angewiesen sind. Diese Tatsache widerspricht dem Bild, daß Deutschland gern in der Rolle des Wohltäters für die Welt darstellen möchte. Ohne die ehrenamtlichen Helfer und Menschen, die sich mit viel Idealismus den Bedürftigen unseres Landes widmen, würde es für viele Menschen im unseren Land eine Katastrophe bedeuten. Jede Woche mehrmals habe ich in Schlagzeilen gelesen, wie in Moria oder sonstigen Lagern, Menschen frieren und unter unmenschlichen Bedingungen überleben müssen. Während 7 erfrorene Menschen in Hamburg keine Schlagzeile produzierten, sind unsere Politiker (zumindestens öffentlich) fast ausschließlich um das Elend außerhalb unseres Landes besorgt. Vielleicht bin ich kein Maßstab - jedoch für mich paßt das alles nicht zu einem Land, das sich in humanitären Angelegenheiten gern selbst einen Heiligenschein aufsetzt und sich stets in der Vorreiterrolle sieht.