SANIERT UND NEU GESTALTET

Templiner Denkmal hat seine Würde wieder bekommen

In der Kurstadt wird die Erinnerung an Verfolgte des Naziregimes wach gehalten. Dafür haben auch Gymnasiasten gesorgt.
Michaela Kumkar Michaela Kumkar
Mit bewegenden Worten erläuterten die Gymnasiasten, hier Emilia Ablaß, was ihnen die Arbeit an dem Projekt "Denk mal Geschichte" bedeutet hat.
Mit bewegenden Worten erläuterten die Gymnasiasten, hier Emilia Ablaß, was ihnen die Arbeit an dem Projekt „Denk mal Geschichte” bedeutet hat. Michaela Kumkar
Auf dieser Informationstafel wird an die Biografie von drei Frauen aus Templin erinnert. Sie wurden von den Nationalsozialisten verfolgt.
Auf dieser Informationstafel wird an die Biografie von drei Frauen aus Templin erinnert. Sie wurden von den Nationalsozialisten verfolgt. Michaela Kumkar
Templin.

Das Denkmal, das in Templin an Verfolgte des Naziregimes erinnert, wurde saniert, der Platz davor neu gestaltet. Ein Vorhaben, das die Stadt Templin mit Unterstützung des Templiner Gymnasiums umgesetzt hat. Jetzt wurde das Ensemble offiziell übergeben. Viele Einwohner, Kommunalpolitiker und Vertreter von Institutionen waren dabei.

Templins Bürgermeister Detlef Tabbert (Die Linke) lobte das Engagement der Schüler. Mit viel Empathie, viel Fleiß und guter Recherche haben sie sich nicht nur mit der Geschichte des Denkmals beschäftigt, sondern auch das Schicksal von drei betroffenen Frauen in Templin öffentlich gemacht.

Konzept zur Neugestaltung kommt von Schülern

Die Stadt Templin hat das im Laufe der Jahre marode gewordene Denkmal unter Auflagen des Denkmalschutzes sanieren lassen. Nach der umfassenden Reinigung wurden unter anderem die Inschriften erneuert, lose Betonteile entfernt, gesäubert und aufgebaut. In Auftrag gegeben wurde auch die fachgerechte Sanierung der Kunststeine. Das Konzept für die Neugestaltung des Areals, um daraus einen würdigen, interaktiven Ort des Erinnerns zu machen, entwickelten die Gymnasiasten. Sie hatten sich dazu in der Projektgruppe „Denk mal Geschichte. VVN-Denkmal Templin“ zusammengefunden. Geleitet wurde sie von Religionslehrer Holger Losch.

Finanziert wurde das Vorhaben zum einen mit 3000  Euro, die die Bürgerstiftung der Sparkasse Uckermark für das Projekt „Denk Mal Geschichte“ zur Verfügung gestellt hatte. Den Rest der Summe von rund 21 000  Euro hatte die Stadt Templin finanziert.

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