STADTVERORDNETENVERSAMMLUNG

Templiner fürchten möglichen Großbrand in Heide

Die Tangersdorfer Heide ist ein Pulverfass. Templin und Lychen arbeiten an Einsatzplänen für den Ernstfall.
Sigrid Werner Sigrid Werner
Die Stadt Templin möchte, dass der befestigte Weg durch die Heidelandschaft nicht zurückgebaut wird, damit die Feuerwehr zu Einsatzorten fahren kann.
Die Stadt Templin möchte, dass der befestigte Weg durch die Heidelandschaft nicht zurückgebaut wird, damit die Feuerwehr zu Einsatzorten fahren kann. Sigrid Werner
Templin.

„Bei uns dürfte so etwas wie am Katastrophenherd Lübtheen nicht passieren, wir haben in der Uckermark ja keine Pioniereinheiten der Bundeswehr mehr, um eines solchen großen Waldbrandes Herr zu werden“, sagten Uckermärker Landwirte mit sorgenvoller Miene beim Erntestart in Wichmannsdorf.

Katastrophe wie in Mecklenburg-Vorpommern möglich

Auch in trockenen Uckermärker Nadelwäldern wäre ein Szenario wie bei dem aktuellen Großbrand in Mecklenburg-Vorpommern vorstellbar. Die Munitionsverdachtsflächen zwischen Groß Dölln, Templin und Lychen sind riesig. Am bekanntesten ist der einstige Truppenübungsplatz Tangersdorfer Heide mit einer Waldfläche von 2100 Hektar, die zu großen Teilen immer noch munitionsbelastet sei, so der Templiner Bürgermeister Detlef Tabbert (Linke).

Besorgte Einwohner stellen Fragen

In der Einwohnerfragestunde wollte Bernfried Arndt aus Beutel wissen, ob die freiwillige Feuerwehr mit ihren Ortswehren Densow-Annenwalde, Röddelin und Beutel für den Ernstfall gewappnet sei. Fragen, wo Explosionen von Munition zu erwarten sind und woher die Uckermärker Hilfe bekommen, wenn Panzer als Hilfe benötigt würden, seien noch nicht geklärt.

Befestigter Weg soll erhalten bleiben

Bürgermeister Detlef Tabbert informierte, dass sich am 10. Juli die Verantwortlichen der Stadt, der Wehrführung gemeinsam mit den Ortswehrführern aus Annenwalde, Röddelin, Beutel und Lychen sowie mit Forstleuten treffen, um Einsatzpläne vor Ort zu besprechen. Die Stadt bemühe sich darum, dass der für die Zeit der Bauarbeiten an der Zaarenschleuse baufahrzeugtauglich befestigte kilometerlange Sandweg nicht wieder zurückgebaut wird. „Im Brandfall brauchen wir die Zufahrt von Beutel aus für die Feuerwehr- und Löschtechnik“, sagte Bürgermeister Detlef Tabbert.

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