NATUR UND HEIMAT

Templiner versorgt zahllose Vögel mit Futter

Reger Flugbetrieb herrscht derzeit auf einem Templiner Grundstück. Aus gutem Grund. Vögel haben dort sozusagen die Qual der Wahl.
Auch Spechte sind immer wieder unter den dankbaren Abnehmern von Winterfutter.
Auch Spechte sind immer wieder unter den dankbaren Abnehmern von Winterfutter. Uwe Werner
Templin ·

Auf dem Innenhof in der Prenzlauer Allee 9 in Templin hat Rainer Köppen zurzeit gut zu tun, um die zahlreichen „Imbiss-Stellen“ für die Gefiederten regelmäßig aufzufüllen. Nicht nur die Anflugpunkte sind Marke Eigenbau, erzählt der 71-Jährige. Auch das Vogelfutter stellt er selbst her. „Aus Frittierfett: Das wird mit Haferflocken, Sonnenblumenkernen, Erdnüssen, manchmal auch mit Obst gemischt. Wenn das Ganze kalt ist, bringe ich es raus und verteile es“, lässt der Templiner wissen.

Hobby seit mehreren Jahren

Seit drei Jahren kümmert er sich auf diese Weise im Winter um das leibliche Wohl von Vögeln. Dass sich Rainer Köppen die Zeit nimmt, um sie an den Futterstellen zu beobachten, versteht sich von selbst. Dabei hat er festgestellt, dass es unter ihnen einen „Gast“ gibt, der sich nun schon das dritte Jahr auf dem Innenhof einfindet. „Dabei handelt es sich um eine Drossel. Sie hat einen weißen Fleck, daran ist sie leicht wiederzuerkennen.“ Überhaupt seien etliche Exemplare von dieser Vogelart an den Futterstellen auszumachen. „Sie fressen am Erdboden. Wohingegen Spatzen den Efeu an der Hauswand ansteuern. Vermutlich, weil sie sich dort etwas geschützter fressen können.“ Deshalb hat Rainer Köppen auch dort ein Futterangebot unterbreitet.

„Guten Bekannten” entdeckt

Dass es also weniger Vögel in Templin gibt, könne er so nicht bestätigen. Stattdessen spricht Rainer Köppen davon, dass es von Jahr zu Jahr Unterschiede bei den Arten gibt, die sich an seinen Futterstellen einfinden. „Blau-, Kohl- und Schwanzmeisen sind eigentlich immer da. In diesem Winter habe ich jedoch nur wenige Stieglitze und auch erst zwei Dompfaffe entdecken können.“ Erlenzeisige und Grünfinken seien bislang ganz ausgeblieben. „Ganz im Gegensatz zu 2020. Damals waren es besonders viele.“ Vor zwei Jahren seien es weniger Drosseln und auch Spatzen als jetzt gewesen. Genau Buch führt der Kurstädter über seine Beobachtungen nicht. Er habe auch noch nie an einer Wintervogelzählung des NABU teilgenommen. „Ich mache das alles für mich, es ist so eine Art Hobby.“

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Templin

zur Homepage