Der Radarsensor steht am Rande eines Feldweges zwischen Steinfurth und Holzendorf.
Der Radarsensor steht am Rande eines Feldweges zwischen Steinfurth und Holzendorf. Konstantin Kraft
Der Radarturm ist 20 Meter hoch und mit einem Primärradar ausgestattet. Er kann einen Umkreis von 25 Kilometern abdecken.
Der Radarturm ist 20 Meter hoch und mit einem Primärradar ausgestattet. Er kann einen Umkreis von 25 Kilometern abdecken. Konstantin Kraft
Jörg Müller (Mitte), Vorstandsvorsitzender der Enertrag AG, sprach von einem „kleinen, historischen Ereignis“.
Jörg Müller (Mitte), Vorstandsvorsitzender der Enertrag AG, sprach von einem „kleinen, historischen Ereignis“. Konstantin Kraft
„Dark Sky“

Test für verdunkelte Windräder in der Uckermark

Das Pilotprojekt „Dark Sky Uckermark“ hat den nächsten Schritt gemacht. Der Termin für die Abschaltung der ersten Warnlichter steht.
Uckermark

Der Testbetrieb für das Radarsystem zur bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung von Windrädern der Firma Enertrag ist am Freitag offiziell in Betrieb genommen worden. In Anwesenheit von Kathrin Schneider (SPD), Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, wurde der nördliche Radarsensor des Systems aktiviert. Im Rahmen des Testbetriebes sollen in den kommenden Wochen die Systeme für die Testflüge konfiguriert werden. Sobald diese abgeschlossen sind und eine Genehmigung durch die Luftfahrbehörde vorliegt, soll der reguläre Einsatz beginnen.

Inbetriebnahme für Herbst geplant

Bis zum ersten Testflug müsse noch einige Wochen gewartet werden, erklärte Thomas Herrholz, Geschäftsführer der Dark Sky GmbH. Im Testbetrieb werden insgesamt 87 Windkraftanlagen einbezogen. Voraussichtlich im Herbst sollen die Anlagen dann dunkel geschaltet werden. In einem zweiten Schritt solle die bedarfsgesteuerte Befeuerung dann für weitere 250 Anlagen angewendet werden. Im Einzugsgebiet könnten perspektivisch bis zu 400 Windräder vom Radarsystem überwacht werden.

Als Lufthindernis frühzeitig zu erkennen

Ab einer Gesamthöhe von hundert Metern müssen Windräder als Lufthindernis gekennzeichnet werden. Dies führt dazu, dass in der Nacht ganze Windparks rot blinken. Die bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung von Enertrag soll hier Abhilfe schaffen. „Dark Sky“ reduziere die Lichtemission in der Nacht um 95 Prozent, so Thomas Herrholz.

Türme in Dedelow und Penkun

Nur wenn sich ein Flugzeug in einem Umkreis von vier Kilometern und einer Flughöhe von weniger als 600 Metern zur Windkraftanlage befinde, sollen die Türme künftig ein optisches Warnsignal geben. Zum Aufspüren der Flugzeuge werden Radarsensoren eingesetzt. Der zweite Radarturm steht in Sommersdorf (Penkun).

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