CORONADEMO IN PRENZLAU

Therapeutin warnt: Wir dürfen nicht weggucken

Vier junge Frauen laden am 30. Mai zu einer Demo für Meinungsfreiheit nach Prenzlau ein. Angemeldet hat die Kundgebung eine Therapeutin aus Fergitz.
Doreen Mechsner findet die Maskenpflicht ganz fürchterlich. Aber ohne Mund-Nasen-Schutz zu gehen, wagt sich die 47-J&auml
Doreen Mechsner findet die Maskenpflicht ganz fürchterlich. Aber ohne Mund-Nasen-Schutz zu gehen, wagt sich die 47-Jährige nicht. Deshalb greift sie neuerdings zu diesem Visier, das Bekannte von ihr herstellen. Was die „Vermummung” mit Menschen macht, auch darüber will die Fergitzerin am Sonnabend, dem 30. Mai, auf der Demo mit den Teilnehmern ins Gespräch kommen. privat
Prenzlau.

Dass Doreen Mechsner einmal zu einer Demonstration aufrufen würde, hätte sich die vierfache Mutter vor ein paar Monaten sicher nicht träumen lassen. Doch die Coronakrise hat das Leben der 47-Jährigen wie bei so vielen anderen Menschen auch in ungeahntem Maß durcheinandergewirbelt. Gemeint sind damit noch nicht mal die direkten Folgen des Lockdowns, die sie unter anderem als Autorin in Schwierigkeiten brachten, weil ihre Neuerscheinung weder auf der Buchmesse noch bei Lesungen präsentiert werden konnte. Es geht der engagierten Frau vielmehr um ihr Demokratieverständnis, das in diesem Frühjahr akut ins Wanken geraten ist.

Keine Verhältnismäßigkeit

Die Lern- und Familientherapeutin hat nämlich realisieren müssen, dass zum Thema Verhältnismäßigkeit der Eindämmungsmaßnahmen aktuell nur schwerlich ein offener Diskurs möglich ist. „Wer etwas anderes sagt als die offizielle Lesart, der wird sofort als Verschwörungstheoretiker hingestellt”, gibt die Uckermärkerin die Erfahrung vieler Leute wieder.

Das stimme sie sehr traurig, räumt die Fergitzerin offen ein. Sie beobachte mit Erschrecken, wie sehr Corona die Gesellschaft mittlerweile spalte, setzt die Unternehmerin hinzu. „Ich habe für mich entschieden, dass ich nicht mehr weggucken kann, sondern mich einbringen muss.” Gemeinsam mit ihren Bekannten Sandra Rösler, Peggy Boldt und Nicole Köpke organisiert die Schriftstellerin deshalb schon zum dritten Mal in Prenzlau eine Kundgebung, in der es um Meinungsfreiheit geht.

Nicht weggucken

„Es ist uns wichtig Zeichen zu setzen und Präsenz zu zeigen”, betont Doreen Mechsner. Dass dafür organisatorische Dinge wie Gespräche mit der Polizeidirektion Ost und Ordnern unabdingbar sind, nimmt sie in Kauf. „Es ist an der Zeit zu handeln.” Doreen Mechsner outet sich als großen Fan des Neurobiologen Gerald Hüther und seines Ansatzes, dass es immer darum gehen sollte, dem Menschen seine Würde zu lassen. „Aber diese Würde ist weg, sobald man von anderen zum bloßen Objekt degradiert wird und nicht mehr selbstbestimmt handeln darf.” Sie habe, so die Fergitzerin, Geschichte studiert und wisse daher aus der Historie, welche Gefahren drohten, wenn alle den Mund halten.

Insbesondere die Maskenpflicht, an deren Sinnhaftigkeit sie zweifelt, findet die Uckermärkerin ganz schrecklich, wie sie sagt: „Aber ich habe ehrlich gesagt nicht den Mut, ohne zu gehen.” Deshalb legt die 47-Jährige seit kurzem ein Plastevisier an, wenn sie Läden betritt. Die Blicke der anderen Leute sprächen Bände, resümiert sie nachdenklich. Doreen Mechsner und ihren Mitstreiterinnen ist es wichtig, herauszustellen, dass sie das Positive im Mittelpunkt der Kundgebung sehen möchten.

Fronten aufbrechen

„Wir wollen mit den Menschen wieder ins Gespräch kommen und verhärtete Fronten aufbrechen. Die Krise kann auch eine Chance sein, beispielsweise systemrelevanten Berufen mehr Wertschätzung zukommen zu lassen oder über das bedingungslose Grundeinkommen zu reden.” Wer Interesse hat, mit den vier Frauen zu demonstrieren, sollte sich am Sonnabend, dem 30. Mai, um 15.30 Uhr neben dem Laga-Spielplatz an der Uckerpromenade einfinden. „Was soll bleiben? Was soll sich verändern? Was kann jeder Einzelne tun? Welche Forderungen haben wir an die Politik? Was braucht es für ein friedliches, gleichwürdiges Miteinander? Diesen und weiteren Fragen wollen wir in unserem nächsten Treffen nachgehen Lassen Sie uns gemeinsam Kraft für eine friedliche Zukunft tanken.”

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Kommentare (5)

Das ist wieder typisch deutsch jeder hat was zu meckern und keiner ist zufrieden. Die Bundesregierung sollte ganz einfach handeln, wer keine Maske tragen will und mit den Corona Bestimmungen nicht einverstanden ist sollte sich registrieren lassen und bei einem Corona bedingtem krankheitsfall die Kosten der Behandlung selbst zahlen.

Mit was soll man Ihrer Meinung nach denn zufrieden sein?
Das jetzt jeder mit Lappen vorm Gesicht umher rennen soll?
Jeder der Maßnahmen oder Entscheidungen in Frage stellt, wird von Mitläufern wie Ihnen heutzutage denunziert. Dabei sollten Sie sich die Frage stellen, ob es sonderlich intelligent ist, dumm seinem Hirten hinterher zu laufen auch wenn es offensichtlich in die falsche Richtung geht.

Sie haben aber schon mitbekommen, dass die Masken weder den Träger schützen noch das Gegenüber? Oder halten Sie Mücken mit einem Maschendrahtzaun fern? Desweiteren hinkt ihre Argumentation dahingehend, dass dann auch jeder Raucher, Colatrinker, Grillfleischliebhaber, Chipsesser, Motorradfahrer, Skifahrer usw. gern bei Krankheitsfall die Kosten der Behandlung selbst zu zahlen hat. Corona greift auch das Hirn an, sogar wenn man gar nicht damit infiziert ist.

Nein, typisch deutsch ist das was du machst! Immer schön brav befolgen, was der König mir vorplappert! Egal ob richtig oder falsch! Ist ja auch schön bequem wenn man nur zwischen Twix und Raider wählen braucht! Naja, wenn der König es sagt und es so in der Zeitung steht, wird es ja schon stimmen!

Mittlerweile zum dritten Mal findet diese Demo statt.
Dazu kommt der Ort.

Unweit des Laga Spielplatzes.

Schaut man sich die VeranstalterIn an wird eines schnell klar.
Diese Dame ist Anhängerin von Widerstand 2020.
Eine Partei die für Furore gesorgt hat und sich Zeitgleich lächerlich gemacht hat.
Zum einen durch die Mitgliederzahl. Seite angeklickt und schon war man Mitglied. Was so nicht funktioniert. Es stellte sich raus. Statt über Hunderttausend Mitglieder sind es nur 40 (Könnte mittlerweile mehr sein).

Zurück zu der Demo/Kundgebung in Prenzlau.
Für was?
Die letzten Lockerungen kommen am 6 Juni.
Viele dieser Mythen die da vorgebracht werden sind schon lange wiederlegt.

Zu was dann diese Kundgebung? Dazu der Ort.
Diese Demo/Kundgebung ist richtiger Schwachsinn.

Weil man bedenke folgendes.
Es ist eine Weltweite Pandemie.
195 Staaten sind betroffen.
Das ist keine Verschwörung das Video. Genau das Gegenteil ist der Fall.