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Toller Blick auf Altstadt von Templin

Dank eines Wollprojektes kann der Torturm in der historischen Stadtmauer von Templin wieder besichtigt werden.
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Im Berliner Tor befindet sich jetzt das Wollprojekt der Kommunalen Entwicklungsgesellschaft Uckermark. Seither ist zu den Arbe
Im Berliner Tor befindet sich jetzt das Wollprojekt der Kommunalen Entwicklungsgesellschaft Uckermark. Seither ist zu den Arbeitszeiten das Tor auch für Besichtigungen geöffnet. Sigrid Werner
Vom Berliner Tor aus haben Besucher einen schönen Blick auf die Templiner Innenstadt.
Vom Berliner Tor aus haben Besucher einen schönen Blick auf die Templiner Innenstadt. Sigrid Werner
Templin.

Das Berliner Tor ist werktags wieder für Besucher geöffnet. Der Aufstieg auf den Torturm lohnt sich. Von oben haben Besucher einen herrlichen Blick auf die historische Altstadt von Templin. Von Gästen der Stadt wird das Angebot auch gern angenommen. Immer wieder klettern Gäste die schmalen Stiegen hinauf, obwohl man – vorbildlich mit Mund-Nasenschutz bekleidet – schon ein wenig ins Schwitzen kommen kann.

Alte Handwerkstechniken

Auf dem Weg nach oben kommen die Gäste an den Mitarbeitern des Schafwollprojektes der Kommunalen Entwicklungsgesellschaft Uckermark mbH vorbei. Das Unternehmen, das für Kommunen der Region Projekte der Arbeitsförderung organisiert, beschäftigt dort neun Mitarbeiter. Sie pflegen alte Handwerkstechniken rund um die Schafwollverarbeitung, sie kämmen die Wolle, filzen, spinnen, weben, stricken und häkeln.

Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Ziel sei es, diese alten Handwerkstechniken zu bewahren und auch jüngeren Generationen bekannt zu machen, sagt Geschäftsführer Burkhard Lichter. Ursprünglich sei auch geplant gewesen, diese Handwerkstechniken in Projekten mit Schulen und Kitas vorzuführen und zu vermitteln. „Wegen Corona haben wir jedoch davon Abstand nehmen müssen, um unsere Mitarbeiter, die teilweise zur Risikogruppe gehören, zu schützen”, so Lichter. Die Arbeit der Frauen und Männer ist aber nicht umsonst. Produkte die im Berliner Tor in historischer Kulisse entstehen, werden unter anderem an das Kaufhaus für Bedürftige abgegeben.

Projekt mit Tradition

Das Projekt hat schon eine lange Tradition, früher wurde das Wollprojekt von Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft in Milmersdorf betrieben, mit dem Umzug vor zwei Jahren nach Templin hat es allerdings die Chance, eine größere Öffentlichkeit zu erreichen. Früher hatte im Berliner Tor ein Verein größtenteils auch in ehrenamtlicher Arbeit Ausstellungen und Workshops zu alten Handwerkstechniken angeboten und Öffnungszeiten selbst an Wochenenden ermöglicht. Der Verein musste dann aus finanziellen Gründen aufgeben.

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