Küchenbauer Daniel Augenstein (links) aus Prenzlau hatte seine Freunde, Krankenpfleger Nico (Mitte) und Polizist Matze, z
Küchenbauer Daniel Augenstein (links) aus Prenzlau hatte seine Freunde, Krankenpfleger Nico (Mitte) und Polizist Matze, zu einem Männerwochenende in die Uckermark eingeladen. Privat
Matze holte den ersten Fang an Land.
Matze holte den ersten Fang an Land. Privat
Am idyllischen See warfen die drei Kumpels ihre Ruten aus.
Am idyllischen See warfen die drei Kumpels ihre Ruten aus. Privat
Die Mahlzeiten wurden natürlich am offenen Feuer zubereitet.
Die Mahlzeiten wurden natürlich am offenen Feuer zubereitet. Privat
Männerwochenende

Trio zieht Dezember-Karpfen an Land

Bei lausiger Kälte, Schnee und Nieselregen am Ufer zu stehen und auf den großen Fang zu warten – dazu gehört schon Disziplin, weiß ein Prenzlauer.
Prenzlau

Daniel Augenstein hatte sich seit Monaten auf diesen Trip gefreut. Nach zweijähriger Pause wollte der 39-Jährige erstmals wieder mit zwei seiner ältesten Kumpels ein vergnügliches Angelwochenende verbringen und gemeinsam ein Kunststück schaffen: einen Dezember-Karpfen an Land ziehen. „Das ist bei diesen Temperaturen wirklich alles andere als leicht“, ließ der Küchenbauer aus Prenzlau die Redaktion wissen. Als Ziel war die Wahl der passionierten Angler auf den idyllischen Mündesee gefallen. In aller Frühe brachen seine beiden Kumpels Nico und Matze als Vorhut bereits dorthin auf. Doch das Gewässer bei Angermünde hieß sie alles andere als freundlich willkommen. „Die Euphorie ließ schnell nach, denn unser Bauch sagte uns sofort: ‚Wir sind zur falschen Jahreszeit hier‘“, ließ später Nico Oelschläger, der seit 2004 als Krankenpfleger beschäftigt ist, den Uckermark Kurier wissen.

Eisige Kälte

Herbe zwei Grad draußen und nur vier Grad Wassertemperatur – das war alles andere als einladend. Aber so schnell ließen sich die Petrijünger von lausiger Kälte, Schnee und Nieselregen nicht vertreiben. Sie bauten trotzdem am Ufer ihr Lager auf. „Doch als wir gegen 13.30 Uhr den Fischer bemerkten, wie er vom Fangnetzschleppen in seinen Hafen fuhr, war uns klar, dass es vergebene Mühe sein wird“, resümiert der Criewener.

+++ Riesiger Karpfen fast so groß wie die Zwillinge +++

Sie stimmten sich deshalb per Telefon kurz mit dem Dritten im Bunde ab und ersonnen einen neuen Plan. Daniel Augenstein, der auch als Fischereiaufseher fungiert, schlug vor, in der Nähe nach einem kleinen Natursee zu suchen und dort einen zweiten Anlauf zu unternehmen. Das gelang.

Natursee entdeckt

Gemeinsam mit dem Dritten im Bunde, dem 55-jährigen Polizisten Matze aus Berlin, harrten Daniel Augenstein und Nico Oelschläger in der Eiseskälte aus – in der Hoffnung auf den legendären Dezember-Karpfen. Die Zeit verging mit guten Gesprächen – kein Wunder, schließlich hatten sich die Männer seit Ewigkeiten nicht gesehen – und der Zubereitung von Mahlzeiten auf dem Grill.

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„Es war zwar lausig kalt und wirklich nicht die Zeit, um draußen zu sitzen, aber wir haben ausgehalten.“ Und als Matze dann endlich den erhofften Fang ans Ufer zog, war der Jubel groß. „Das hat uns erneut in unserer Leidenschaft fürs Angeln bestärkt und neuen Elan gegeben.“ Daniel Augenstein hätte sich nichts vorstellen können, was er lieber getan hätte an diesem zweiten Adventswochenende – als vielleicht daheim mit seinen beiden Zwillingen kuscheln. Denn die warteten am Sonntag dann schon ganz gespannt, dass der Papa endlich nach Hause kam und ihnen von seinen Erlebnissen mit seinen Jungs erzählte. Wenn es die Zeit erlaubt, sind die Kinder aber auch oft mit auf seinen Ausflügen dabei. Zu dritt hat die Bande schon manch dicken Brocken an der Angel gehabt. Kein Wunder, dass er als Jugendwart im Anglerverein Meichow für so große Begeisterung bei den Jüngsten sorgen kann. Ebenfalls aktiv ist der Kreisstädter in der Gruppe Carppassion East.

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