BILANZ

Uckermärker Feuerwehren täglich fünf Mal gefordert

Für die Allgemeinheit rückten die Feuerwehrleute aus den Wehren im vergangenen Jahr zu rund 1800 Einsätzen aus. Aber es liegt auch etwas im Argen.
Ein Waldbrand nahe der Autobahnauffahrt bei Warnitz forderte im Juni 2019 zwölf Ortswehren aus der Uckermark.
Ein Waldbrand nahe der Autobahnauffahrt bei Warnitz forderte im Juni 2019 zwölf Ortswehren aus der Uckermark. Freiwillige Feuerwehr Prenzlau
Uckermark.

Auf die freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Uckermark ist Verlass. Das weiß Kreisbrandmeister Tony Zillmer nur zu gut. „Die Mitglieder der Feuerwehren des Landkreises Uckermark sind für andere da. Sie helfen, retten, bilden ein starkes Team und genießen ein sehr hohes Ansehen – und das auch zu Recht“, formuliert er in seinem Bericht für das Einsatzjahr 2019. „Mit ihren über 2500 überwiegend ehrenamtlichen Mitgliedern leisten sie einen wesentlichen Beitrag dafür, dass sich die Menschen in der Uckermark sicher fühlen können“, erklärt er mit Stolz.

Zahl der Einsätze steigt merklich

2019 mussten die Uckermärker Feuerwehrleute zu 1825 Einsätzen ausrücken, davon 524 Brandeinsätze und 1301 technische Hilfeleistungen. Gerade Letztere sind im Vergleich zum Vorjahr merklich angestiegen. 2018 leistete die Feuerwehr in 1084 Fällen technische Hilfeleistung und rückte zu 451 Brandeinsätzen aus. „2019 wurden zwei Personen bei Bränden sowie 118 Personen bei technischen Hilfeleistungen gerettet werden“, zeigte Tony Zillmer auf. Für sechs Personen kam leider jede Hilfe zu spät. 29 Feuerwehrleute verletzten sich in Übungs- und Einsatzdiensten. Ein Sturmtief bescherte den Wehren am 12. Juni mit 95 Alarmierungen den Tag mit den meisten Einsätzen. Der größte Waldbrand ereignete sich am 30. Juni unweit der Autobahnabfahrt Warnitz. Zwölf Ortsfeuerwehren waren gefordert.

Viele Fahrzeuge älter als 30 Jahre

Knapp 350 Einsatzfahrzeuge stehen den 129 örtlichen Feuerwehreinheiten in der Uckermark derzeit zur Verfügung. Dabei fällt auf: Etwa ein Drittel der Fahrzeuge ist älter als 30 Jahre. Weitere 20 Prozent der Fahrzeuge sind älter als 20 Jahre. Mitunter sind die Einsatzfahrzeuge älter als die Feuerwehrleute, die sie nutzen. „Vorgeschriebene Assistenzsysteme (z.B. ABS, ESP etc.) sind möglicherweise nicht vorhanden und Rückhaltesysteme entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik“, mahnte Zillmer an.

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