TAG DER BEFREIUNG

Uckermärker gedenken der Opfer des Naziterrors

Vor 76 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Am Sowjetischen Ehrenmal im Prenzlauer Stadtpark und auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof in Templin wurden Kränze gegen das Vergessen niedergelegt.
Bei der Kranzniederlegung in Prenzlau waren Vertreter aus der Botschaft der USA und der Russischen Botschaft in Berlin zu Gast
Bei der Kranzniederlegung in Prenzlau waren Vertreter aus der Botschaft der USA und der Russischen Botschaft in Berlin zu Gast. Ivonne Hackbarth
Sybille Lipski und Bürgermeister Detlef Tabbert legten einen Kranz auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof in Templin nieder.
Sybille Lipski und Bürgermeister Detlef Tabbert legten einen Kranz auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof in Templin nieder. Sigrid Werner
76 Jahre nach der Befreiung sind Faschismus und Rassismus nicht verschwunden, wurde auf der Gedenkfeier in Templin gemahnt.
76 Jahre nach der Befreiung sind Faschismus und Rassismus nicht verschwunden, wurde auf der Gedenkfeier in Templin gemahnt. Sigrid Werner
Prenzlau ·

Am Sonnabend haben Vertreter von Verwaltung und Politik sowie Prenzlauer gemeinsam mit Gästen aus der Russischen Botschaft und der Botschaft der USA in Berlin der gefallenen Soldaten der Sowjetarmee und der Opfer des Naziterrors gedacht. Am Ehrenmal der Sowjetischen Armee im Stadtpark legten sie anlässlich des 76. Jahrestages der Befreiung vom Hitlerfaschismus Kränze und Blumen für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Rotarmisten nieder.

Zugleich wurde die aktualisierte Registerkarte an Olga Titkova, Leiterin des Büros für Kriegsgräberfürsorge und Gedenkarbeit der russischen Botschaft, übergeben. Auf dieser finden sich die Namen von weiteren 40 im Krieg getöteten Sowjetsoldaten. Diese sollen auf einem gesonderten Gedenkstein am sowjetischen Ehrenmal verewigt werden. Derzeit befinden sich auf den Tafeln insgesamt 195 Namen. 354 Sowjetbürger ließen bei der Befreiung Prenzlaus ihr Leben.

Gedankliche Demo

Auch in Templin wurden am Sonnabend auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof Blumen und Kränze niedergelegt. Dort wurde an die 143 sowjetischen Soldaten erinnert, die bei der Befreiung der Kurstadt ums Leben kamen.

Im Anschluss führte die Ortsgruppe Uckermark-Barnim der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) auf einer Kundgebung mehr als 50 Teilnehmer zu einer gedanklichen Demo vom sowjetischen Ehrenmal durch das einstige jüdische Viertel in der Berliner Straße bis zum VVN-Denkmal in der Bahnhofstraße.

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