AFRIKANISCHE SCHWEINEPEST

Uckermärker Jäger kritisieren Landkreis wegen fehlender Information

Die Region befindet sich wegen der Tierseuche in Alarmbereitschaft. Weidmänner haben das Gefühl, ausgebootet zu werden. Der Amtstierarzt weist die Kritik zurück.
Der Landkreis Uckermark hat 20 Kilometer Elektrozaun einlagert, um ihn, wenn es nötig ist, als Barriere für Wildschw
Der Landkreis Uckermark hat 20 Kilometer Elektrozaun einlagert, um ihn, wenn es nötig ist, als Barriere für Wildschweine zu errichten. Patrick Pleul
Templin.

Nach den Seuchenfunden in einigen Landkreisen im Süden Brandenburgs herrscht jedoch erhöhte Alarmbereitschaft. Gerade deshalb können Jäger in der Region nicht nachvollziehen, warum sie durch das Veterinäramt des Landkreises Uckermark nicht darüber informiert werden, welche Maßnahmen im Ernstfall getroffen werden sollen. Nach wie vor gibt es keinen bestätigten Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in der Uckermark.

Kritik aus zwei Kreisjagdverbänden

Es gibt Kritik aus den Kreisjagdverbänden Templin und Ostuckermark. „Man lässt uns im Dunkeln“, sagt Michael Leumann, Vorsitzender des Kreisjagdverbandes Templin. Zu den unbeantworteten Fragen gehöre die nach Sammelstellen, die eingerichtet werden müssen, sollte es zum Ausbruch von ASP in der Uckermark kommen. Die Jäger seien aufgefordert, den Schwarzwildbestand soweit wie möglich zu drücken. „Aber was wird mit dem Fleisch von nicht infizierten Tieren?” Es ginge geht nicht darum, dem Veterinäramt Vorschriften machen wollen. „Wir wollen mit unserem fachlichen Wissen in der Fläche helfen“, betonte er. Offenbar sei diese Zusammenarbeit aber nicht gewollt. Denn zum ersten Treffen des „Koordinierungsstabes ASP“ des Landkreises seien keine Jäger eingeladen gewesen. „Es sieht so aus, als ob wir am Ende einfach zur Mitarbeit verpflichtet werden sollen“, ärgerte sich der Vorsitzende des Kreisjagdverbandes.

Termin mit der Landrätin geplant

Dass es zum Thema ASP bislang keine Informationen an die Jägerschaft gegeben habe, stimme nicht, sagte Amtstierarzt Dr. Achim Wendland. Allerdings räumt er ein, dass die Jäger beim ersten Treffen des Koordinierungsstabes außen vor gelassen wurden. „Weil es dabei um andere Themen ging, wie beispielsweise den Zaunbau beziehungsweise medienwirksame Informationen.“ Allerdings waren Vertreter der Landesforst anwesend, wo auch gejagt werde. Man habe vor, Jäger zu einem extra Treffen mit Landrätin Karina Dörk (CDU) einzuladen. „Der genaue Termin steht noch nicht fest.“

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Templin

Kommende Events in Templin (Anzeige)

zur Homepage