TREFFEN IN SEELÜBBE

▶ Uckermärker Jagdhornbläser pflegen alte Tradition (mit Video)

In Seelübbe bewiesen Jagdhornbläser aus der Uckermark, die dieses Brauchtum aktiv pflegen, ihr Können. Auch ein ungewöhnliches Lied war zu hören.
Die Jagdhornbläser „Zerweliner Heide“ aus Nordwestuckermark haben sich einen Musiklehrer mit ins Boot geholt.
Die Jagdhornbläser „Zerweliner Heide“ aus Nordwestuckermark haben sich einen Musiklehrer mit ins Boot geholt. Man hört es ihren Darbietungen an. Konstantin Kraft
Die Jagdhornbläsergruppe Randowtal bekommt Verstärkung aus Brüssow und Penkun. Mit einem Stück über d
Die Jagdhornbläsergruppe Randowtal bekommt Verstärkung aus Brüssow und Penkun. Mit einem Stück über die Randow nahmen sie darauf auch musikalisch Bezug. Konstantin Kraft
„Zum Essen“ spielten alle Bläsergruppen noch einmal gemeinsam auf. Mehr als 40 Jagdhörner erklangen dabe
„Zum Essen“ spielten alle Bläsergruppen noch einmal gemeinsam auf. Mehr als 40 Jagdhörner erklangen dabei. Die Wände blieben stehen. Konstantin Kraft
Das nächste Treffen der Jagdhornbläser soll in Lychen stattfinden.
Das nächste Treffen der Jagdhornbläser soll in Lychen stattfinden. Konstantin Kraft
Seelübbe.

Bei der Jagd hört man diese Töne immer seltener. Heutzutage wird eher mit dem Handy kommuniziert. Das geht lautlos. Und verschreckt nicht das Wild. Ein Verlust, finden einige Jäger aus der Uckermark, zumal der Klang der Jagdhörner eine besondere Qualität besitzt, sofern man sie richtig zu blasen versteht. Sie halten die Tradition hoch. Beim Bläsertreffen von Jagdhornbläsergruppen aus der Uckermark, das jüngst im „Dörphus“ in Seelübbe stattgefunden hat, konnte dieses alte Brauchtum belauscht werden.

[Video]

 

Vier Gruppen spielen auf

Bereits zum fünften Mal ist es zu einem solchen Bläsertreffen gekommen. Neben dem Gastgeber, der Bläsergruppe „Weiße Berge“ aus Seelübbe, waren eine Bläsergruppe aus Casekow, eine Gruppe aus Randowtal sowie aus Nordwestuckermark zum Treffen gekommen. „Die Tradition sollte erhalten bleiben“, sagte Eckhard Linde von den „Weißen Bergen“ zur Begrüßung.

Kein Wettstreit

Vorneweg machte Linde deutlich: Es gehe nicht um einen „musikalischen Wettstreit zwischen den Bläsergruppen, sondern um einen regen Erfahrungsaustausch“. Karl-Heinz Seedorf, Vorsitzender im Jagdverband Prenzlau, wies noch auf einen anderen Punkt hin. Angesicht des Gegenwindes, der den Jägern aus einigen Teilen der Gesellschaft entgegenschlage, sei eine solche Veranstaltung wie das Bläsertreffen eine gute Gelegenheit, „um das Verständnis für die Jagd bei den Gästen zu stärken“.

Zur Kommunikation

„Die Jagd verändert sich. Es wird immer weniger auf das Brauchtum acht gegeben“, sagte Christoph von Schlippenbach. Er gehört zur Gruppe „Zerweliner Heide“ aus Nordwestuckermark. Die Signale bei der Jagd dienten den Jägern einst zur Kommunikation. Beim „Abblasen der Strecke“ wurde zudem das erlegte Wild geehrt. Zur Jagd gehört deutlich mehr als das bloße Totschießen von Wild, so das Credo.

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