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Mit einem Güllewagen wird auf einem Acker organischer Dünger ausgebracht. In „roten Gebieten“ gelten für die Stickstoffdüngung besondere Beschränkungen. Jens Büttner
Nitratbelastung

Uckermärker Landwirte befürchten mehr Düngeverbote

Deutschland soll mehr nitratbelastete Flächen ausweisen. Die Landwirte in der Uckermark befürchten zusätzliche Einschränkungen bei der Düngung.
Gramzow

könnten in absehbarer Zeit ihren Kulturen nicht mehr die Nährstoffe über die Düngung zuführen, die sie dringend benötigen. Darüber informierte der Bauernverband Uckermark. Grund ist die Auseinandersetzung zwischen Deutschland und der EU über die Ausweisung nitratbelasteter, sogenannter „roter“ Gebiete, in denen die Bewirtschaftung mit Einschränkungen belegt ist. Die EU hat die uneinheitliche Methodik in Deutschland zur Erfassung der belasteten Flächen kritisiert. Bund und Länder sollen sich jetzt einigen und die Düngeverordnungen anpassen. Uckermärker Landwirte befürchten, sie

Mehr zu den „roten Gebieten”: Messstellen in der Uckermark sollen erneut auf den Prüfstand

In der Uckermark befürchte man eine weitere pauschale Vergrößerung angeblich belasteter Gebiete, erneut ohne das Verursacherprinzip zu berücksichtigen, sagte Friedhelm Rogasch, Geschäftsführer des Bauernverbandes Uckermark. Wenn nicht nur dort, wo Messstellen erhöhte Nitratwerte registrieren, sondern das gesamte dazugehörige Grundwassereinzugsgebiet als „rotes Gebiet“ deklariert werde, könnte schnell mal die halbe Uckermark zum belasteten Bereich werden. Außerdem wären Gebiete mit niedrigeren Niederschlagsmengen (unter 500 Milliliter pro Quadratmeter im Jahr) wie die Uckermark besonders benachteiligt.

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Im Land Brandenburg gelten seit 1. Januar 2021 etwa 1,73 Prozent der landwirtschaftlicher Nutzfläche (22.882 Hektar) als nitratbelastet, informierte Petra Bodenstein vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz beim diesjährigen Brandenburgischen Düngetag im Januar, der erneut online stattfand. Die Nitratkulisse gelte vorerst 2022 fort, bis Neuausweisungen erfolgt sind. 284 Agrarbetriebe liegen demnach derzeit in der Nitratkulisse und sind nach der aktuellen Düngeverordnung schon jetzt von Bewirtschaftungseinschränkungen betroffen.

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