Kriminalitätsbekämpfung
Uckermärker Polizeichef will falschen „Enkeln“ an den Kragen

Banken warnen vor falschen „Enkeln“. Auch der Polizeichef der Uckermark, Jürgen Kreßmann, hat diesen Betrügern den Kampf angesagt.
Banken warnen vor falschen „Enkeln“. Auch der Polizeichef der Uckermark, Jürgen Kreßmann, hat diesen Betrügern den Kampf angesagt.
Horst Ossinger

Betrüger, die Senioren ums Ersparte bringen, geraten ins Visier des Leiters der Polizeiinspektion Uckermark. Aber das ist noch nicht alles.

Der Chef der Polizei in der Uckermark will den falschen „Enkeln“ das Handwerk legen. „Das ist mein persönlicher Schwerpunkt in der Kriminalitätsbekämpfung“, erklärte Jürgen Kreßmann, Leiter der Polizeiinspektion Uckermark. Hintergrund seiner Kampfansage sind nicht etwa die Betrugsdelikte, zu denen der sogenannte Enkeltrick gehört, die in der Uckermark 2018 gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen sind.

Besonderes Leid bei Opfern im Seniorenalter

Ihn motiviere vielmehr das Leid, dass Kriminelle ihren zumeist älteren Opfern mit perfiden Maschen zufügen, sagte der Polizeidirektor am Rande eines Pressegespräches zur Kriminalitätsentwicklung im vergangenen Jahr. Den traurigen Rekord hält eine Seniorin, die von Betrügern um 82 000 Euro gebracht wurde.

Verfolgungsdruck für Rechtsextreme wächst

Warm anziehen sollten sich künftig jene Täter, die Naziparolen grölen oder Hakenkreuze schmieren. Zur Verfolgung sogenannter Staatsschutzdelikte hat die Polizeiinspektion Uckermark personelle Unterstützung durch das Polizeipräsidium das Landes Brandenburg erhalten. War es im vergangenen Jahr ein Beamter, der sich um solche Delikte kümmerte, hat ihm das Polizeipräsidium vier weitere Kollegen zur Verstärkung geschickt. Jürgen Kreßmann verspricht sich davon unter anderem eine höhere Aufklärungsquote im Bereich dieser Delikte.