Mit einer Urkunde bedankte sich die ukrainische Stadt Saporischschja bei den Uckermärker für die Unterstützung,
Mit einer Urkunde bedankte sich die ukrainische Stadt Saporischschja bei den Uckermärker für die Unterstützung, Landrätin Karina Dörk nahm sie von Kamil Biernacki und Mariia Halakhova entgegen. Mit im Bild Katja Neels und Ramona Fischer. Jana Knaack
Saporischschja

Ukrainer sind Uckermärkern dankbar für Hilfsgüter

Mariia Halakhova, Ärztin in Schwedt, überreichte Landrätin Karina Dörk eine Dankesurkunde aus ihrer Heimatstadt Saporischschja.
Prenzlau

Nach dem Ausbruch des Krieges von Russland gegen die Ukraine am 24. Februar rollte eine Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft auch durch die Uckermark. So richtete auch der Landkreis Uckermark ein Spendenkonto ein. Mit den Spendengeldern der Uckermärker konnten Hilfsgüter angeschafft werden, die in den Kriegsgebieten dringend benötigt wurden. Zusammen mit Sachspenden organisierte die Bürgerstiftung Barnim Uckermark mehrere Hilfstransporte in die ukrainische Stadt Saporischschja, der Uckermark Kurier berichtete.

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Dass die Unterstützung aus der Uckermark dort geschätzt wird, durfte Landrätin Karina Dörk (CDU) jetzt feststellen. In ihrem Büro in der Kreisverwaltung erhielt sie unlängst Besuch von Mariia Halakhova und ihrem Ehemann Kamil Biernacki. „Mariia Halakhova hat uns bei der Zusammenstellung der Hilfstransporte maßgeblich unterstützt. Sie ist nicht nur Ärztin am Asklepios Klinikum Schwedt, sondern sie kommt selbst aus Saporischschja, ihre Familie lebt dort“, erzählte Katja Neels von der Bürgerstiftung Barnim Uckermark. Deren Ehemann Kamil Biernacki habe die Hilfstransporte in die Ukraine mit organisiert und begleitet.

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Das Ehepaar kam nicht mit leeren Händen zu Karina Dörk. Sie überreichten der Landrätin neben Gastgeschenken eine Urkunde der Stadt Saporischschja, mit der sich die Stadt offiziell für die Unterstützung und Hilfslieferungen aus der Uckermark bedankt. Karina Dörk wusste diese Geste zu schätzen. Sie nutzte die Gelegenheit, um sich mit Mariia Halakhova über die Situation in dem Land und deren Heimat zu informieren. Sie zeigte sich sehr beeindruckt von den Schilderungen der Ärztin. „Persönliche Schilderungen und Erfahrungen machen die Not und das unvorstellbare Leid der Menschen in der Ukraine viel berührender. Das Geld, das die Uckermärkerinnen und Uckermärker gespendet haben, ist direkt bei jenen angekommen, die unsere Hilfe und Unterstützung bitter nötig haben. Der Dank der Stadt Saporischschja für die Unterstützung gebührt allen, die sich mit vielen kleinen und größeren Spenden an der Hilfsaktion beteiligt haben“, sagte die Landrätin.

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Mit Stand vom 1. September sind auf dem Spendenkonto 67.967,00 Euro eingegangen. Über die Bürgerstiftung Barnim Uckermark sind mithilfe von Mariia Halakhova für circa 50 000 Euro hauptsächlich medizinische Ausrüstungen und Materialien beschafft und direkt in die Ukraine transportiert worden. Weitere 10.000 Euro aus den Spendengeldern waren vom Landkreis dem polnischen Partnerkreis Walcz zur Verfügung gestellt worden, die für die Betreuung und Versorgung ukrainischer Flüchtlinge verwendet wurden. „Mit Mariia Halakhova wurde vereinbart, dass sie einen Vorschlag unterbreitet, wofür die noch vorhandenen circa 7000 Euro Spendengelder verwendet werden können“, informierte die Landrätin.

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