STREIT UM ESSENKOSTEN

Vater von Ole-Max sieht sich zu Unrecht beschuldigt

Seit Oktober 2018 zahlt der Prenzlauer Martin Baumüller das Kita-Essen für seinen Sohn. Doch dann war sein Konto nicht gedeckt – mit unangenehmen Folgen.
Martin Baumüller zeigt das „Erledigt”-Schreiben der Creditreform.
Martin Baumüller zeigt das „Erledigt”-Schreiben der Creditreform. Claudia Marsal
Prenzlau.

In der Prenzlauer Elternschaft geht es beim Thema Mittagsversorgung in Kita und Schule immer mal wieder hoch her. Mal wird die Qualität des Essens bemängelt, mal der Preis, auch die Bestell- und Zahlungsmodalitäten sind ab und an Streitpunkt. Martin Baumüller gehört zu denen, die unzufrieden ist. Der Vater des zweijährigen Krippenkindes Ole-Max streitet sich mit der Firma Sodexo vor allem darum, dass er ab sofort fürs Essen in Vorkasse gehen soll. Auslöser sei, so der 34-Jährige, eine Rückbuchung gewesen.

15 Euro schuldig

Der Umschüler blieb dem Unternehmen 15 Euro schuldig, weil sein Konto zum Zeitpunkt des Geldeinzuges Ende April nicht gedeckt war. Der gelernte Trockenbauer versichert, dass er die Außenstände sieben Tage später beglichen habe. Das kann er belegen.

„Doch da trafen schon die ersten Briefe der Creditreform ein“, blickt er zurück. Diese beinhalteten weitere, vermeintliche Schulden, so Baumüller. Nach eingehender Prüfung sei aber festgestellt worden, dass das ein Missverständnis war. Mit dem „Erledigt“-Brief vom Inkasso kam der Prenzlauer am Freitag in die Redaktion. Er sieht sich im Recht und deshalb nicht ein, dass er nicht weiter am Lastschriftverfahren teilnehmen dürfen soll. Unmöglich findet er den wiederholt geäußerten „Hinweis”, dass sein Kind sonst gar kein Mittagessen mehr bekomme.

Erst Mahnungen

Sodexo-Sprecher Alexander Weiß bat auf Nachfrage des Uckermark Kurier um Verständnis dafür, „dass wir aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht über einzelne Fälle mit Dritten sprechen dürfen. Lassen Sie mich aber eine allgemeine Aussage treffen: Kinder, deren Essen nicht bezahlt wird, speisen einen Monat lang wie gewohnt. Das Geld für die Speisen wird im Folgemonat bei den Erziehungsberechtigten vom angegebenen Konto abgebucht. Sollte die Abbuchung auch dann nicht möglich sein, wird zunächst eine Zahlungserinnerung – ohne Mahngebühren – versendet. Nach weiteren zwei Wochen folgt eine Mahnung. Wird auch diese nicht bezahlt, übergeben wir an die Creditreform. Das heißt, erst wenn circa 1,5 Monate nicht bezahlt wurde, gibt es keine Essensausgabe mehr.“ Von der Stadt war zu erfahren, dass man wiederholt mit der Familie in Kontakt gestanden habe und die Eltern überhaupt keinen Grund hätten, sich öffentlich zu beschweren...

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