ERÖFFNUNG

Vergessene Oase an Templins Stadtmauer wird zur Café-Bar

Das Finale beim Kulturprojekt hat begonnen. Zentraler Ort ist dabei das „CHEZ PODEWILS“ als Ort der Begegnung und des Austausches.
Annika Klügel, Andrea Peschel und Annette Nitschmann (von rechts) stellten bei der Café-Eröffnung das Projekt
Annika Klügel, Andrea Peschel und Annette Nitschmann (von rechts) stellten bei der Café-Eröffnung das Projekt vor. Ivonne Hackbarth
Templin.

Sie habe lange Zeit Zweifel gehabt, ob dieses Kulturprojekt überhaupt noch zu realisieren sei, gestand Annette Nitschmann, Fachbereichsleiterin in der Templiner Stadtverwaltung. Doch nun freue sie sich, dass das Finale beginne, wenn auch anders als urprünglich angedacht. Am Sonnabend wurde die Café – Bar – Lounge „CHEZ PODEWILS“ in der Pestalozzistraße 11 eröffnet.

Das temporäre „Lokal“ ist ein Element des Projekts „Templin. Weggehen und Kommen. Gehen oder Bleiben?“, das eigentlich etwas anders konzipiert war, doch wegen der Coronakrise an die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden musste. Die Café – Bar – Lounge ist nun sozusagen statt des Stadtmuseums der Ort der Begegnung, an dem sich die Generationen über ihre Eindrücke zum Kulturprojekt austauschen oder nach dem Rundgang entlang der 1735   Meter langen Stadtmauer mit den Klanginstallationen die Seele baumeln lassen können.

Temporäres „Lokal”

Geöffnet sein soll es bis Mitte Oktober, ließ Annika Klügel wissen. Im Team mit Andrea Peschel und Tobias J. Lehmann vom Uckermärkischen Nationaltheater Kulturgut Metzelthin hat sie dieses im Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes geförderte Projekt gemeinsam mit der Stadt Templin und dem Museum für Stadtgeschichte Templin realisiert.

In dem Projekt beleuchten die Macher die Motive von Templinern für Zu- und Abwanderung. So gingen sie der Frage nach, wer wann und aus welchem Grund nach Templin gekommen war. Das erfahren Interessierte unter anderem im Dokumentarfilm von Oliver Alalukas, der im Laufe der Recherchen entstanden ist. Am Freitag, dem 21.  August, ab 19.30 Uhr wird er im Multikulturellen Centrum in Anwesenheit des Regisseurs und seiner Protagonisten uraufgeführt. Bereits jetzt verdeutlicht ein riesengroßer Zeitstrahl auf einer Wand im „CHEZ PODEWILS“ die Bevölkerungsentwicklung Templin.

Sprechende Wiekhäuser

Bis zur letzen Minute wurde auf dem einst brachliegenden Grundstück gewerkelt. „Das Gras stand hüfthoch“, erzählte Tobis J. Lehmann und berichtete, wie die Fläche als Treff hergerichtet worden war. Zur Verfügung gestellt hatten sie Kerstin und Michael Podewils aus Metzelthin, deshalb auch der Name „CHEZ PODEWILS“. Auf dem Hof sollen weitere Veranstaltungen wie Konzerte und eine Vorstellung mit Stummfilmen samt Live-Klavierbegleitung stattfinden.

Die Klanginstallationen unter dem Motto „Von der Mauer schallt es zurück in die Stadt“ von Erwin Stache und Tobias J. Lehmann, bei dem sich die Wiekhäuser der Stadtmauer in sprechende Nischen verwandeln, werden am 22. August vorgestellt.

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