BETREIBER FEHLT

Vorerst kein Carsharing in der Uckermark

Carsharing-Angebote waren bisher eine Domäne der Großstädte. Im Landkreis Barnim gibt es nun Vergleichbares. Und in der Uckermark?
Sven Wierskalla Sven Wierskalla
In Großstädten wie Berlin gibt es immer mehr Anbieter von Carsharing. In den ländlichen Regionen gibt es dagegen bisher kaum vergleichbare Offerten.
In Großstädten wie Berlin gibt es immer mehr Anbieter von Carsharing. In den ländlichen Regionen gibt es dagegen bisher kaum vergleichbare Offerten. Gerald Matzka
Prenzlau.

23 Elektroautos stehen kommunalen Mitarbeitern, aber auch Privatpersonen im Landkreis Barnim seit einigen Wochen zur Verfügung, die sie dienstlich nutzen beziehungsweise privat mieten können, um damit stunden- oder tageweise mobil zu sein. Carsharing – das stundenweise Mieten von Autos – das hatte es lange Zeit nur in Großstädten wie Berlin gegeben.

Autos im Barnim sind an Stationen gebunden

Im Barnim ist das nun im kleinen Maßstab ebenfalls möglich. Möglich ist das mithilfe der Kreiswerke Barnim, eines 2016 gegründeten Unternehmens, das der Landkreis selbst betreibt. Zwar können die 23 Wagen der Kreiswerke nur über Stationen in Eberswalde, Bernau, Biesenthal, Britz und Melchow ausgeliehen werden, aber ein Anfang ist gemacht.

Kein kommunales Großunternehmen in der Uckermark

So ein Projekt sollte doch auch in der Uckermark umsetzbar sein, werden sich viele fragen. Doch bis dahin ist der Weg noch weit. In der Uckermark fehle ein kommunales Großunternehmen, das mit den Kreiswerken Barnim vergleichbar sei. sagte Ramona Fischer, Pressesprecherin der Kreisverwaltung Uckermark, auf Anfrage. Derzeit verfüge die Kreisverwaltung über 71 Fahrzeuge, die meisten davon sind Pkw. Diese seien aber für Carsharing nicht geeignet. Und der Kreis selbst dürfte – ohne ein entsprechendes Unternehmen – keinen Autoverleih betreiben und so Unternehmen Konkurrenz machen.

Kreisverwaltung sucht nach Wegen zu besserer Umweltbilanz

Allerdings würde die Kreisverwaltung die Entwicklung des Projekts im Nachbarlandkreis aufmerksam verfolgen. „Wir machen uns regelmäßig Gedanken, wie wir die Umweltbilanz im Landkreis verbessern können“, so Fischer.

 

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