Dr. Anneli Jeschke-Kollár
Dr. Anneli Jeschke-Kollár Sigrid Werner
Ralf Grabowski
Ralf Grabowski Sigrid Werner
Holger Baum von der Fernwärmegesellschaft zeigt das Blockheizkraftwerk, das das Heizhaus Süd mit Strom versorgt und
Holger Baum von der Fernwärmegesellschaft zeigt das Blockheizkraftwerk, das das Heizhaus Süd mit Strom versorgt und zugleich die Abwärme ins Wärmenetz einspeist. Sigrid Werner
Im Heizhaus Nord in Templin kommt die Wärme aus Röddelin in Form von aufgeheiztem Wasser an. Es wird die Abwärm
Im Heizhaus Nord in Templin kommt die Wärme aus Röddelin in Form von aufgeheiztem Wasser an. Es wird die Abwärme aus den Biogasanlagen genutzt. Sigrid Werner
Das Öl im Tank am Heizhaus Süd (100 000 Liter Fassungsvermögen) würde an sehr kalten Tagen nur eine
Das Öl im Tank am Heizhaus Süd (100 000 Liter Fassungsvermögen) würde an sehr kalten Tagen nur eine Woche reichen, um Wohnungen und Wasser zu erwärmen. Sigrid Werner
Nur der Schornstein zeigt an, dass hier die Heizzentrale für die Nordstadt steht. Der Großteil der Wärme stamm
Nur der Schornstein zeigt an, dass hier die Heizzentrale für die Nordstadt steht. Der Großteil der Wärme stammt von der Abwärme der Biogasanlagen in Röddelin. An kalten Tagen müssen zur Abdeckung des Wärmebedarfs in der Nordstadt die mit Erdgas gespeisten Brenner zugeschaltet werden. Ganz ohne fossile Brennstoffe kommt man auch hier nicht aus. Sigrid Werner
Fernwärmegesellschaft

Vorerst keine höheren Fernwärme-Preise in Templin

Der Umstieg von Erdgas auf emissionsfreie Energieträger muss schneller als gedacht erfolgen. Das belastet kleine Fernwärmenetz-Betreiber besonders.
Templin

2022 kann die Templiner Fernwärme GmbH (FWG) ihre Wärmepreise noch stabil halten. „Wir haben gut vorgesorgt und konnten Gasliefer- und Stromverträge abschließen, die bis Ende des Jahres Bestand haben. So müssen wir in diesem Jahr noch keine Preiserhöhungen vornehmen“, berichtet Dr. Anneli Jeschke-Kollár, Geschäftsführerin des Unternehmens, das die kleinere Tochtergesellschaft der städtischen Woba Templin-UM ist. Doch wie es 2023 aussehen wird, kann Dr. Anneli Jeschke-Kollár noch nicht sagen.

Mehr zur Wärmeversorgung aus Biogas: Nordstadt profitiert von günstiger Biowärme

Das Unternehmen versorgt in der Nordstadt 748 Wohnungseinheiten und 18 Gewerbeeinheiten zu 80 bis 90 Prozent aus Biowärme über die Biogasanlagen von Röddelin. In der Südstadt von Templin hängen am Fernwärmenetz des dortigen Heizhauses 875 Wohn- und 40 Gewerbeeinheiten. Hauptenergiequelle ist dort nach wie vor russisches Erdgas. Aber auch in der Nordstadt wird in Abhängigkeit vom Wetter vor allem in den Wintermonaten noch Erdgas gebraucht. Wie die Neukalkulation der Preise ab 2023 aussehen wird, hält einige Unwägbarkeiten nicht zuletzt wegen des Ukraine-Krieges bereit.

Mehr zu Alternativen für die Stadt Templin: So könnte die Naturtherme künftig beheizt werden

Schon in den vergangenen Jahren hatte die FWG Alternativen wie Geothermie, Biomasseverwertung, Abwärme aus Biogaserzeugung, Wärmepumpen und Solarenergie als mögliche Alternativen prüfen lassen, aber aus Gründen nicht passender Förderbedingungen, der Wirtschaftlichkeit und stabiler Verbraucherpreise immer wieder verworfen. Die Fernwärmegesellschaft hofft nun auf eine Lösung im Rahmen des Klimaschutzgesetzes der Stadt und eine Fernwärmesatzung mit Anschlusszwang, um Investitionen sicher refinanzieren zu können.

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