KINDESMISSBRAUCH

Internetbekanntschaft wollte Sex mit Kleinkind

Ungeheuerliche Aussagen kommen während der Vernehmung ans Tageslicht. Eine Polizistin hat ein Video gesehen, in dem eine 29-jährige Prenzlauerin Oralverkehr mit ihrem Kleinkind filmte. Die Angeklagte wird heute vor Gericht aussagen.
Vor dem Landgericht Neuruppin steht am heutigen Mittwoch eine 29-jährige Prenzlauerin. Archiv
Hinter dieser Tür findet der Gerichtsprozess statt.
Hinter dieser Tür findet derzeit der Gerichtsprozess statt. Konstantin Kraft
Die Beschuldigte ließ kinderpornografische Bilder von ihrer Tochter anfertigen.
Die Beschuldigte ließ kinderpornografische Bilder von ihrer Tochter anfertigen. Arne Dedert
Neuruppin.

Am Mittwoch wird die Verhandlung gegen eine 29-jährige Prenzlauerin im Landgericht Neuruppin fortgesetzt. Sie soll in den Jahren 2012 bis 2016 von ihrer 2011 geborenen Tochter kinderpornografische Videos und Fotos hergestellt haben. Diese Bilder und Videos sollen ein Liebesbeweis für ihre Internetbekanntschaft Danny M. aus Berlin gewesen sein. Das Material hatten Beamte bei einer Wohnungsdurchsuchung Ende 2016 bei M. sichergestellt. Er wurde Anfang dieses Jahres wegen sexuellen Kindesmissbrauchs zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

Achtjährige lebt inzwischen in Wohngruppe

Die heute Achtjährige und ihr jüngerer Bruder leben inzwischen in einer geschützten Wohngruppe. Wie eine Erzieherin berichtete, zeigt das geistig zurück gebliebene Mädchen Verhaltensauffälligkeiten.

Antrag abgelehnt

Ob es am zweiten Verhandlungstag, zu einem Urteil kommen wird, bleibt abzuwarten. Der Anwalt der Angeklagten hat einen Beweisantrag für ein Sachverständigengutachten gestellt. Dieser wurde vom Vorsitzenden Richter abgelehnt. Die Anhaltspunkte dafür, dass die Angeklagte in ihrer Steuerungsfähigkeit erheblich beeinträchtigt gewesen sein soll, wie von dem Anwalt dargestellt, wäre nicht ersichtlich.

Oralverkehr mit der Tochter

Zuvor wurde die Polizeibeamtin gehört, die die Erstvernehmung im Rahmen der Wohnungsdurchsuchung durchgeführt hatte. Sie schilderte unter anderem, dass aus den Videos ersichtlich werde, dass die Angeklagte mitunter auch Oralverkehr an ihrer Tochter ausgeübt habe.

Danny M. wollte auch Sex mit dem Kind

Danny M. hat im Gerichtssaal sehr ausweichend und nervös geantwortet. Beinahe jede seiner Aussagen war mit Sätzen wie "Es kann sein", "Ich bin mir nicht zu einhundert Prozent sicher" oder "Ich glaube, ich meine" durchsetzt. Er wolle diese Phase seines Lebens vergessen und abhaken, merkte er an. Der Schriftverkehr mit der Angeklagten ging noch nach dem Ende der Beziehung weiter. Danny M. spricht von einem dreiviertel Jahr bis Jahr. Die Chat-Verläufe legen allerdings nahe, dass der letzte Kontakt im Mai 2015 bestand, also gut zwei Jahre nach dem Ende der Beziehung. Auf die Nachfrage, ob schon während der Beziehung (Juli 2012 - Juni 2013) Bilder und Videos versandt worden sind, sagt M., er sei sich nicht sicher, wenn ja, dann aber eher zum Ende hin.

M. gibt an, dass er einige Bilder des Mädchens auch weiter verschickt hat, diese gelte aber explizit nicht für die Videos.

Der Mann habe die Beziehung beendet. Auf Nachfrage des Richters gesteht er ein, dass er schriftlich nachgefragt habe, mit dem Kind der Angeklagten sexuell zu verkehren. Auch deute nach der Schlussfolgerung des Richters vieles daraufhin, dass M. die Angeklagte nach dem Ende der Beziehung hingehalten habe, um an weitere Fotos und Videos zu gelangen.

Mutter sagte heute überraschender Weise aus

Nach der Mittagspause sagte die Mutter aus.

Der Verteidiger Andreas Brandt aus Prenzlau war selbst davon überrascht.

 

 

 

 

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Neuruppin

Kommende Events in Neuruppin

zur Homepage