So ist es richtig: Gar nicht erst lange zögern, sondern in kühnen Sprüngen ins kalte Wasser. Rund 50 Wagemutige
So ist es richtig: Gar nicht erst lange zögern, sondern in kühnen Sprüngen ins kalte Wasser. Rund 50 Wagemutige haben am Sonntag die Badesaison am Templiner Lübbesee eröffnet. Horst Skoupy
Wie eine Trophäe präsentierten Gudrun Voigt (links) und Silka Röder ihre kleine, gelbe Gummi-Ente vom Anbaden 2
Wie eine Trophäe präsentierten Gudrun Voigt (links) und Silka Röder ihre kleine, gelbe Gummi-Ente vom Anbaden 2022. Horst Skoupy
Die Mitglieder der DRK Wasserwacht Templin hatten am Sonntagvormittag den Strand am und im Lübbesse nach spitzen und scha
Die Mitglieder der DRK Wasserwacht Templin hatten am Sonntagvormittag den Strand am und im Lübbesse nach spitzen und scharfen Gegenständen abgesucht. Jörg Stazlick
Ursula Pachulski (77) gehörte zu den ältesten Teilnehmern.
Ursula Pachulski (77) gehörte zu den ältesten Teilnehmern. Horst Skoupy
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Wagemutige stürzen sich in Templiner Lübbesee

Die Badesaison in Templin ist offiziell eröffnet. Zum zweiten Mal nach 2019 hatte der SV Alemania zum Anbaden eingeladen.
Templin

Rund 50 Wagemutige haben am Sonntag den acht Grad kühlen Wassertemperaturen des Templiner Lübbesees getrotzt und die Badesaison 2022 eröffnet. Am Ufer des Strandes verfolgten gut 100 Schaulustige das Spektakel, zu dem der Sportverein Alemania 52 Templin eingeladen hatte. Nach der Premiere 2019 konnte das Anbaden wegen der Corona-Zwangspause und der damit verbundenen Einschränkungen nicht stattfinden, informierte Simone Gantzke vom Verein.

„Wir wollten erst zum Blaueierschwimmen nach Prenzlau. Aber dann haben wir uns gedacht, dass Templin selbst genug schöne Seen hat. Um die Badesaison zu eröffnen, müssen wir nicht nach Prenzlau fahren“, sagte die Templinerin, die selbst Eisbaderin ist. Dass sich am Sonntag so viele Kinder und Erwachsene in die Fluten stürzten, zeige das Interesse der Templiner und von Gästen der Stadt an diesem Spaß.

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Den hatte sich Lutz Bärs aus Gollin nicht nehmen lassen. Das kalte Wasser macht ihm gar nichts aus. „Ich habe den Gollinsee vor der Haustür. Dort gehe ich das ganze Jahr über baden, außer, wenn Eis darauf ist“, erzählte er. Jedes Jahr zu Ostern fährt der Golliner an die Ostsee, um auch dort die Badesaison zu eröffnen. „Früher habe ich das auch gemacht. Jetzt nicht mehr, das kalte Wasser ist Gift für die Gelenke. Deshalb sind meine Frau Karin und ich nur noch Fanklub“, sagte Erhard Kühn, der Lutz Bärs begleitet hat.

Für Ronja Opielka war die Aktion am Sonntag eine Premiere. Bei solchen Temperaturen ist sie noch nie freiwillig ins Wasser gegangen. „Im ersten Moment war es schon sehr kalt. Aber als man erst mal drin war, ging es eigentlich. Ich denke, die Aufwärmung beim Zumba mit Simone Ganztke hat es mir erleichtert“, sagte die junge Templinerin, die aktiv in der Templiner Ortsgruppe der DRK Wasserwacht mitarbeitet. „Ich bin jedenfalls sehr stolz.“

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Apropos Wasserwacht: Die Mitglieder hatten nicht nur das Spektakel abgesichert. Stunden zuvor hatten sie den Strand nach spitzen und scharfen Gegenständen abgesucht. Auch im Wasser suchten Taucher der Ortsgruppe den nahen Uferbereich ab. „Wir wollen schließlich, dass sich niemand verletzt“, sagte Ortsgruppenleiter Jörg Stazlick. Die Aktiven der Wasserwacht waren es auch, die im Wasser bunte Bälle verteilten. Wer solch einen Ball beim Anbaden eroberte, konnte ihn an der Anmeldung gegen eine kleine Gummi-Ente eintauschen, die der Verein eigens für das zweite Anbaden in Templin hatte anfertigen lassen.

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