Am Montag wurden die Abrissarbeiten am durch die Gasexplosion beschädigten Haus in Lychen fortgesetzt.
Noch am Freitagabend rissen Mitarbeiter der Firma Korduan mit schwerer Technik den instabilen Teil des Hauses am Markt und in der Straße Strandberg ab. Horst Skoupy
Bäckergeschäft zerstört

▶ Was hat Gasexplosion in Lychen verursacht?

Drei Tage nach der heftigen Gasexplosion in einem Bäckereigeschäft in Lychen gehen die Untersuchungen, wie dazu kam, weiter.
Lychen

Nach der schlimmen Gasexplosion in einem Bäckereigeschäft am Lychener Markt ist auch am Montag immer noch nicht endgültig klar gewesen, wie es zu der Katastrophe kommen konnte. Nach gegenwärtigem Stand war der Defekt einer alten Gasleitung, die bereits in einem Kataster von 1931 verzeichnet war, in späteren aber nicht mehr, Auslöser für das Unglück, der Uckermark Kurier berichtete.

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Es gebe verschiedene Möglichkeiten, wie die Explosion ausgelöst worden sein könnte, erläuterte Ulf Richter, Dienstgruppenleiter der Polizeiinspektion Uckermark am Montag. Zwei Firmen hätten in den vergangenen Wochen Erdarbeiten am Lychener Markt durchgeführt, die für das Gasnetz zuständige Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg (NBB) und auch eine andere Firma, die Ende März Breitbandkabel verlegt habe. Auszuschließen sei allerdings auch nicht, dass nicht Bauarbeiten und eine äußere Beschädigung die Detonation ausgelöst hätten, sondern schlicht und einfach Materialermüdung, so Ulf Richter.

+++ ▶ „Lychen hatte noch Glück im Unglück“ +++

Derzeit und auch in den nächsten Tagen noch würden weitere Untersuchungen vorgenommen. „Dieser Tage nehmen auch Experten des Landeskriminalamtes Brandenburg die Unglücksstelle in Augenschein, um die Aufklärung voranzutreiben.“

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Unterdessen kann der Autoverkehr am Lychener Markt längst schon wieder weitgehend normal verlaufen. Lediglich ein kleiner Abschnitt der Straße Strandberg ist noch gesperrt. Dort wurden die Trümmer des explodierten Hauses abgeladen.

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