Solarmodule auf Ackerflächen – sind sie die Lösung für die Energieprobleme? Einige Haßlebener stehe
Solarmodule auf Ackerflächen – sind sie die Lösung für die Energieprobleme? Einige Haßlebener stehen weiterem Zubau kritisch gegenüber. AdobeStock
Photovoltaik

Weiteres Solarfeld für Haßleben?

Ein weiteres Projekt für Solaranlagen auf Ackerflächen in Haßleben ist erneut vom Projektentwickler vorgestellt worden. Doch es gibt Widerstand.
Haßleben

Projektentwickler Hermann Meemken aus Warthe ist hartnäckig. Das bescheinigten ihm die etwa 20 Bürger aus Haßleben und Umgebung, die seiner Einladung zu einer Informationsveranstaltung über ein Photovoltaik (PV)-Freiflächen-Projekt Am Steinberg gefolgt waren. In dieser Woche stellte er in Haßleben in der Gaststätte „Rasselbock“ sein 20 Hektar großes Projekt vor und versuchte mit einer Präsentation, die Anwesenden von der Notwendigkeit und den Chancen solcher Projekte zu überzeugen.

+++ Investor informiert über Pläne für Solarpark bei Haßleben +++

Das Solarfeld Am Steinberg würde er rechts und links der ehemaligen Bahnstrecke nach Prenzlau 100 Meter von der B 109 entfernt zwischen Waldkante und ehemaliger Schweinemastanlage bauen wollen. Seit 2008 entwickelt der ehemalige Versicherungsmakler PV-Projekte. In der Uckermark habe er Solaranlagen von insgesamt 30 Megawatt Leistung auf Dächer gebracht, berichtete er. Doch für den vom Bund versprochenen zu vervierfachenden PV-Zubau würden die Dächer nicht reichen, sagt er mit Blick auf das Osterpaket der Bundesregierung.

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Die Kommune könnte mit Konzessionsabgaben von 0,002 Euro je Kilowattstunde aus PV-Anlagen rechnen, etwa 2000 Euro pro Jahr und Hektar. In einem städtebaulichen Vertrag könne auch vereinbart werden, dass dieses Geld auch direkt dem Ortsteil zufließe, sagte er. Bei den Teilnehmern der Infoveranstaltung traf er mit seinem Ansinnen dennoch auf wenig Gegenliebe. Haßleben habe sein Soll erfüllt mit Solardächern und demnächst mit dem Solarpark der LEG vor der Tür, hieß es.

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