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In der Uckermark überschlagen sich die Ereignisse zur Quarantäne von Corona-Infizierten. Zuletzt mussten sie noch für sieben Tagen in Isolation, nun sind es nur noch fünf Tage. Sebastian Gollnow
Corona-Infektion

Welche Quarantäne-Regeln gelten in der Uckermark?

Kaum war im Landkreis festgelegt, dass sich Corona-Infizierte für sieben Tage in Isolation begeben müssen, galt das im Land schon nicht mehr.
Prenzlau

Das verstehe, wer will. Bundesweit und auch in der Uckermark sinken die Zahlen der Corona-Neuinfektionen und damit auch die der Sieben-Tage-Inzidenzen. Die Lage scheint sich zu entspannen. Umso weniger sei das Wirrwarr um die Quarantäne-Regelungen nach positiven Coronatests zu verstehen, finden Uckermärker. Zehn Tage, sieben Tage, fünf Tage – durch die Medien geistern die verschiedensten Modelle, die es Otto Normalverbraucher erschweren, den Überblick zu behalten und herauszufiltern, welche Regelungen nun eigentlich am eigenen Wohnort gelten.

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Dass zum Thema Quarantäne morgen schon nicht mehr gilt, was gestern beschlossen wurde, hat auch der Landkreis Uckermark erfahren müssen. Noch am Donnerstag der vergangenen Woche hatte Landrätin Karina Dörk (CDU) eine Allgemeinverfügung „über die Anordnung einer Isolation von positiv auf das Coronavirus getesteten Personen“ zunächst auf der Internetseite des Landkreises und am Mittwoch in den Tageszeitungen veröffentlicht. In dieser Verfügung ist unter anderem festgelegt, dass sich positiv auf eine SARS-CoV-2-Infektion getestete Personen ab dem Tag der Feststellung für sieben Tage in „Isolation“ begeben müssen. „Die Isolation endet ohne eine erneute Testung“, heißt es in der bis zum gestrigen Donnerstag gültigen Fassung. „Was gilt denn nun? Im Land ist die Rede von einer Fünf-Tage-Isolation“, fragte am Mittwoch ein Uckermärker, der die Nachrichten zum Thema Quarantäne genau verfolgt, allerdings namentlich ungenannt bleiben will.

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Seine Frage ist berechtigt. Die Regelung in der Allgemeinverfügung der Landrätin muss sich niemand mehr merken, denn sie ist schon wieder überholt. Noch am Dienstagabend hatte das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV) verkündet, dass es die Isolationspflicht für Corona-Infizierte landesweit auf fünf Tage verkürzt. Freitesten muss sich niemand mehr. Voraussetzung ist aber, dass der Infizierte mindestens 48 Stunden vor Ablauf der Frist symptomfrei ist. Ist das nicht der Fall, würde sich die Quarantäne auf längstens zehn Tage verlängern, bis die Symptomfreiheit von zwei Tagen gegeben ist. Noch am Dienstag ging eine entsprechende Weisung an die kreisfreien Städte und Landkreise. Demnach soll die landesweit geltende Regelung mit einer eigenen Allgemeinverfügung ab Freitag, dem 6. Mai, in Kraft gesetzt werden.

Oliver Schwers, Pressesprecher in der Kreisverwaltung, bestätigte die Verfahrensweise. Noch am Donnerstag soll die neue Allgemeinverfügung der Landrätin auf der Internetseite veröffentlicht werden, in den Tageszeitungen wird sie folgen.

www.uckermark.de

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