Hinter den Glascontainern auf dem Parkplatz in der Prenzlauer Allee in Templin und auch daneben wurde einiges abgelegt, was do
Hinter den Glascontainern auf dem Parkplatz in der Prenzlauer Allee in Templin und auch daneben wurde einiges abgelegt, was dort nicht hingehört. Michaela Kumkar
Ärgernis in der Uckermark

Wenn Müll neben statt in Containern landet

Auch auf Stellplätzen für Wertstoffcontainer landet in der Uckermark mancherorts einiges, was dort absolut nichts zu suchen hat. Wer räumt dort auf?
Templin

Auf dem Glascontainer-Stellplatz am Parkplatz in der Prenzlauer Allee in Templin liegt zurzeit allerhand Unrat herum: Lumpen, Haushaltselektrogeräte und in einem Pappkarton sogar Kartoffeln. Dazwischen findet man Glasscherben. Wer räumt das eigentlich weg? Im Templiner Stadtgebiet ist dafür die Uckermärkische Dienstleistungsgesellschaft (UDG) zuständig.

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„Allerdings ist das nur in Templin so auf Grundlage eines noch bestehenden Altvertrages“, so Roman Hentzsch, Fuhrparkleiter für die Abfallentsorgung bei der UDG. Lande Müll auf solchen Stellplätzen, dann erhalte man eine Information aus dem Ordnungsamt der Stadtverwaltung. „Wir räumen das dann weg und kümmern uns um die Entsorgung.“ Unrat in Größenordnungen, der dort widerrechtlich abgelegt werde, sei eigentlich nicht die Regel. „Solche Einsätze haben wir in Templin schätzungsweise vier bis fünf Mal im Jahr“, lässt Roland Hentzsch wissen.

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In Prenzlau kümmert sich die Stadt um Ordnung und Sauberkeit auf diesen Stellplätzen, so Alexandra Martinot, Pressesprecherin der Stadtverwaltung. „Vorausgesetzt, sie befinden sich auf öffentlichem Grund und Boden.“ Der Auftrag dazu sei an die Firma Reserv vergeben worden. Auf privaten Flächen müsse sich der jeweilige Vermieter kümmern. „Dass Flaschen und Gläser neben den Containern stehen, weil sie voll sind, kommt vor. Besonders in den größeren Wohngebieten“, erklärte die Pressesprecherin dazu auf Nachfrage.

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Die Entleerung der Sammelbehälter ist im gesamten Landkreis Uckermark Sache der Alba Uckermark GmbH. „Laut Tourenplan passiert das aller 14 Tage in den großen Orten, ansonsten einmal im Monat in den kleinen“, teilte das Unternehmen auf Nachfrage mit. Man habe die Erfahrung gemacht, dass dieser Rhythmus bis auf wenige Ausnahmen, beispielsweise nach Silvester, funktioniere.

Welcher Behälter für welche Glasfarbe bestimmt sei, werde durch entsprechende Aufkleber festgelegt. „Sind sie beispielsweise durch Witterungseinflüsse beschädigt und nicht mehr lesbar, informiert der Fahrer, der vor Ort war, darüber. Dann werden sie ersetzt“, teilte die Alba Uckermark GmbH mit. Die Trennung nach Farben sei wichtig. Das Glas werde nach der Entleerung auf dem Firmengelände auch entsprechend sortiert zwischengelagert, bevor es abgeholt werde, so der Hinweis des Unternehmens. „Auch bei der Entleerung der Glasbehälter vor Ort wandern die Glassorten getrennt in die Fahrzeuge. Sie sind dazu mit entsprechenden Trennwänden versehen.“

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