GROßEINSÄTZE

Wer bezahlt Suche nach vermissten Pilzsammlern?

Wenn sich ein Pilzsammler unglücklicherweise verirrt, wer trägt die Kosten für den Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften?
Mathias Scherfling Mathias Scherfling
In drei Fällen liefen bereits groß angelegte Suchaktionen nach Pilzsammlern in uckermärkischen Wäldern.
In drei Fällen liefen bereits groß angelegte Suchaktionen nach Pilzsammlern in uckermärkischen Wäldern. Sigrid Werner
Uckermark.

Nach den Regentagen und auch weil Herbstferien sind, trifft man derzeit häufig auf Pilzsammler. Es gibt wohl kaum einen Wald in der Uckermark, wo sie nicht unterwegs sind, um einige essbare Exemplare zu ergattern. Andererseits hatten sich innerhalb weniger Tage leider auch drei Pilzsammler in uckermärkischen Wäldern verirrt. Was jeweils Großeinsätze der Polizei, der freiwilligen Feuerwehren und nicht zuletzt unzähliger freiwilliger Helfer ausgelöst hatte.

Kosten trägt Steuerzahler

Doch wer bezahlt den Einsatz der Rettungskräfte? „Bei einer Hilfeleistung für eine in Not geratene Person entstehen für den Betroffenen grundsätzlich keine Kosten“, informierte Gerald Pillkuhn von der Polizeiinspektion Uckermark. Diese Kosten trage der Steuerzahler. Ute Stahlberg, in der Stadtverwaltung Templin Fachgebietsleiterin für Ordnung und Sicherheit, bestätigte das auch für die Templiner Feuerwehr. „Die Rettung von Menschen aus einer Notlage hat in jedem Fall Vorrang“, sagte die Fachgebietsleiterin. Dasselbe gelte für die Freiwillige Feuerwehr Prenzlau, ließ Alexandra Martinot, Pressesprecherin der Kreisstadt, wissen.

Keine leichtsinnigen Unternehmungen

Polizei wie auch die für Sicherheit zuständigen Verwaltungsmitarbeiter richten aber einen Appell an Pilzsammler. „Bevor sie in den Wald gehen, sollten sie sich orientieren. Dazu gehört, wenn möglich, reflektierende Kleidung und ein Mobiltelefon, an dem das GPS aktiviert ist. Außerdem sollten sie sich im Sichtbereich von ihren Begleitern aufhalten“ ruft Gerald Pillkuhn zur Achtsamkeit auf. Auf waghalsige Unternehmungen kurz vor dem Dunkelwerden sollte man generell verzichten, so der Pressesprecher der Polizei.

 

 

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Kommentare (2)

Es kommt auch etwas darauf an, ob der Gesuchte leichtsinnig handelt (z.Bsp.: sich ständig im Kreis dreht, anstatt ein wenig systematisch Pilze/Früchte zu suchen oder Niemanden Bescheid gibt wo man ist, mitten im Wald in die Dunkelheit geraten) gehandelt hat.
Die Wälder sind eben noch groß und man kann sich schnell mal verlaufen, das passiert eben.
Ja Vorsorge ist sehr gut.
Eventuell kann man ein eigenes Kleidungsstück am Hauptfahrweg beim Fahrzeug für die Zeit der Pilz- oder Früchtesuche zurück lassen.
Ein Hund findet Euch dann wahrscheinlich schneller und auch Herrchen kann danach wieder tun was es will.
Vielleicht tun die Gefundenen es einwenig ausgleichen.
Danke Allen die Ihre Zeit mit der Hilfe verbringen!

Irgendwie sind diese menschen krank und haben 0 orientierungssinn oder demenz. Ich habe mich selbst in den unendlichen schwedischen wäldern nicht verirrt. Krankenkasse wäre die richtige adresse oder die kinder derer.....