TIERSCHUTZ

Wer sorgt für frei lebende Katzen in Templin?

Der Templiner Tierschutzverein bietet Unterstützung an, wenn es Probleme gibt. Seine Möglichkeiten sind in solchen Fällen jedoch begrenzt.
Streunende Katzen sind ein Problem, allerdings ein von Menschen gemachtes.
Streunende Katzen sind ein Problem, allerdings ein von Menschen gemachtes. Julian Stratenschulte
Templin.

Tagelang hat eine Templinerin in ihrem Wohngebiet eine Katze beobachtet. Ganz offensichtlich sei das Tier auf Futtersuche. In ihrem Haus habe eine alte Dame gewohnt, die das offenbar herrenlose Tier gefüttert habe, erzählte sie. Nun sei die Frau jedoch in ein Pflegeheim gezogen. „Was soll jetzt aus der Katze werden?”, fragt die Frau. Heike Rutkowski vom Templiner Tierschutzverein kennt solche Fälle. „Die Frage ist immer, ob sich um Tiere handelt, die eventuell ausgebüxt sind, im schlechten Fall ausgesetzt wurden. Wenn sie menschlichen Kontakt hatten, dann lassen sie sich auch einfangen. Deutlich schwieriger ist das bei frei lebenden Katze.”

Solche Tiere kaum vermittelbar

Natürlich kümmere sich der Tierschutzverein auch um diese Tiere, indem er unter anderem dafür sorge, dass sie kastriert werden. „Vermitteln lassen sich diese Katzen nicht. Das heißt, wir müssen sie im Anschluss wieder dorthin zurückbringen, wo wir sie eingefangen haben.” Der Templiner Tierschutzverein hat zwei Pflegestellen. „Das reicht nicht, um solche Katzen aufnehmen zu können.” Versuche, die Katzen an einen anderen Ort zu bringen, wo sich Anwohner nicht gestört fühlen, seien in der Regel wenig erfolgreich. „Die Tiere laufen oft in die Gegend zurück, die sie kennen.”

Zwei offizielle Futterplätze

In Templin selbst gibt es zwei offizielle Futterplätze auf Privatflächen für frei lebende Katzen, eine weitere in Gandenitz. Laut Heike Rutkowski sind dazu Vereinbarungen mit den Besitzern dieser Flächen getroffen worden. Gefüttert werden müsse so, dass im Anschluss keine leeren Dosen liegen bleiben, damit sich keine ungebetenen Gäste wie zum Beispiel Ratten einfinden. Der Tierschutzverein unterstütze solche Aktionen und stelle Futter aus den beiden Spendenboxen an zwei Templiner Supermärkten zur Verfügung.

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