CORONA-AUSBRUCH

Widerspruch gegen Allgemeinverfügung im Falle Waldhof Templin

Stephanus hat vorsorglich Widerspruch gegen die Allgemeinverfügung zur Eindämmung der Coronainfektionen auf dem Waldhof Templin eingelegt.
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Schnelltests sollten in der zweiten Welle der Corona-Pandemie Ausbrüche in stationären Einrichtungen verhindern. Abe
Schnelltests sollten in der zweiten Welle der Corona-Pandemie Ausbrüche in stationären Einrichtungen verhindern. Aber zertifizierte Tests sollen langsam knapp werden. Hauke-Christian Dittrich
Templin ·

Die Stephanus-Stiftung ist am Dienstag vorsorglich in Widerspruch zur Allgemeinverfügung des Landkreises Uckermark zur Eindämmung der Coronainfektionen auf dem Templiner Waldhof vom 6. November gegangen. Darüber informierte der Sprecher der Stiftung, Martin Jeutner.

Waldhof Templin in Quarantäne

Nach dem Corona-Ausbruch waren am vergangenen Sonnabend sämtliche Mitarbeiter, Bewohner, Schüler und Beschäftigte der Werkstätten vom Gesundheitsamt des Landkreises in Quarantäne geschickt worden. Ausnahmegenehmigungen, so hieß es, seien ausschließlich möglich für berufliche Tätigkeiten, wenn Pflege- und Betreuungseinrichtungen ihren Versorgungsauftrag sonst nicht erfüllen könnten.

Ausnahmegenehmigungen fehlten

Am Dienstagmittag lagen gegen 13 Uhr erst 45 Ausnahmegenehmigungen für Mitarbeiter der Stephanus-Stiftung vor. Die Stephanus gGmbH hatte Ausnahmeanträge für alle symptomfreien Mitarbeiter gestellt. Denn 120 Bewohner, Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung, müssen auch in der Quarantänezeit betreut werden. „Wir können die Bewohner nicht sich selbst überlassen und brauchen Rechtssicherheit für die Mitarbeiter”, so Jeutner.

232 Mitarbeiter dürfen arbeiten

Die Kreisverwaltung hingegen verwies auf fehlende Zuarbeiten, um die Ausnahmegenehmigungen prüfen zu können. Nachdem die geforderten Listen mit allen Mitarbeitern und Angaben zur Symptomfreiheit vorlagen, konnte um 16 Uhr die Genehmigung für 232 Mitarbeiter erteilt werden, bestätigte der 2. Beigeordnete der Landrätin, Henryk Wichmann am Abend. Die Stephanus-Stiftung machte in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass es derzeit schwer sei, ausreichend zertifizierte Schnelltests zu beschaffen. Am Mittwoch will der Träger der Einrichtung mit den Schnelltests beginnen. Pro Woche würden 250 Tests benötigt.

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