NEUE AUSSTELLUNG

Wie die Slawen auf dem Oberuckersee gelebt haben

In der Warnitzer Dorfkirche zeigt eine Ausstellung, welch große Leistungen die slawischen Ukranen vollbracht haben. Initiator ist Torsten Worm.
Torsten Worm beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Geschichte der Uckermark.
Torsten Worm beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Geschichte der Uckermark. Mathias Scherfling
So könnte die Burgwallinsel in der Slawenzeit ausgesehen haben. Dieses Modell hat Torsten Worm in mühevoller Kleinar
So könnte die Burgwallinsel in der Slawenzeit ausgesehen haben. Dieses Modell hat Torsten Worm in mühevoller Kleinarbeit selbst hergestellt. Mathias Scherfling
Zahlreiche Tierknochenfunde weisen auf eine Besiedlung hin.
Zahlreiche Tierknochenfunde weisen auf eine Besiedlung hin. Mathias Scherfling
Übersichtlich werden Besuchern die Funde in der Ausstellung präsentiert.
Übersichtlich werden Besuchern die Funde in der Ausstellung präsentiert. Mathias Scherfling
Warnitz.

Wer schon immer einmal wissen wollte, wie es vor knapp einem Jahrtausend in der Uckermark ausgesehen haben könnte, der kann sich in Warnitz darüber informieren. In der dortigen Dorfkirche präsentiert Torsten Worm seine neueste Ausstellung. Nach der Exposition über die „Mittelsteinzeit in der Uckermark“ im vergangenen Jahr geht es diesmal um die slawischen Ukranen. Genauer gesagt, um die slawische Burgwallanlage auf der Insel inmitten des Oberuckersees. Diese hat dort wahrscheinlich im 11. Jahrhundert gestanden. Die Insel war nachweislich über zwei Brücken mit dem Ufer verbunden.

Modelle angefertigt

In seiner Ausstellung zeigte er nicht nur Funde, die auf die Besiedlung der Anlage hinweisen. Um das Ganze auch für Kinder wie Erwachsene plastisch erlebbar zu machen, hat der Warnitzer Modelle der Burgwallinsel sowie der Brückenarchitektur angefertigt. Darüber hinaus hat Torsten Worm zahlreichen Informationen über die Bedeutung der Anlage, seine Besiedlung und sein kurze Geschichte zusammengetragen. Burgwall und Siedlung waren um 1150 komplett niedergebrannt.

Interesse an uckermärkischer Geschichte

All diese Daten und Fakten hat Torsten Worm in mühevoller Kleinarbeit zusammen getragen – und eine kleine, aber feine Ausstellung daraus gemacht. Da sich der gebürtige Prenzlauer nicht professionell, sondern aus rein privatem Interesse mit der uckermärkischen Geschichte beschäftigt, bat er mit Dr. Annegret Lindow einen ausgewiesenen Profi nach einem Urteil über die Exposition. Die langjährige Leiterin des Dominikanerklosters in Prenzlau zeigte sich positiv beeindruckt.

Die Ausstellung dienstags bis freitags sowie sonntags, jeweils von 10 bis 16 Uhr, in der Dorfkirche von Warnitz besucht werden „Und anders als beispielsweise in Museen ist Anfassen hier ausdrücklich erlaubt“, lädt Torsten Worm ein.

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