SCHNELLE HILFE

Wildbienen in Böckenberg gerettet

Die Insekten suchten sich einen falschen Platz aus, um sich niederzulassen. Imker Marcel Reetz hatte auf Unterstützung aus dem Amt Gerswalde gehofft.
Die Wildbienen versuchten, sich am Dach dieses Wohnhauses in Böckenberg niederzulassen.
Die Wildbienen versuchten, sich am Dach dieses Wohnhauses in Böckenberg niederzulassen. Angelique Reetz
Böckenberg.

Aufregung bescherten Wildbienen in Böckenberg. Sie versuchten, sich am Giebel eines Wohnhauses niederzulassen. „Wir haben so etwas zum ersten Mal erlebt”, berichtete Elke Steppan, die dort wohnt. Sie entschied, jemanden zu fragen, der sich mit solchen Situationen auskennt. „Ich wollte, dass jemand kommt und die Bienen rettet, schließlich sind das Nutztiere.” Die Uckermärkerin wandte sich deshalb an Imker Marcel Reetz, den sie persönlich kennt. Der Petznicker, der eine Imkerei im Nebenerwerb betreibt, war sofort bereit zu helfen. „Allerdings gestaltete sich die Situation vor Ort schwierig. Ein Dachdecker hatte uns zwar eine entsprechend hohe Leiter zur Verfügung gestellt, aber wir hätten eine zweite gebracht, um das Volk leichter 'abfegen' zu können.”

Zweite Leiter wäre hilfreich gewesen

Die Idee sei deshalb gewesen, beim Amt Gerswalde anzurufen und zu fragen, ob nicht die Feuerwehr kommen und mit einer zweiten Leiter aushelfen könne. „Aber keine Chance, im Ordnungsamt wurde uns sofort erklärt, dass das nicht geht”, so Marcel Reetz. Er hat sich darüber geärgert, zumal er im Nachhinein erfahren habe, dass der Sohn der Familie auf Insektenstiche allergisch reagiere. Gerswaldes Amtsdirektor Andreas Rutter erklärte auf Nachfrage, dass ein solcher Einsatz in jedem Fall kostenpflichtig gewesen wäre. Man habe deshalb andere Vorschläge unterbreitet, um das Problem zu lösen.

Bienen sammeln sich in Kiste

Das hat Marcel Reetz mit Unterstützung seiner Frau Angelique dann letzten Endes doch allein geschafft. „Einfach war es nicht, wir haben uns mit Stangen beholfen, um die Kiste, in den die Bienen hineingefegt wurden, von unten zusätzlich zu halten.” Bei diesem Abfegen hoffe man immer, dass die Königin mit in das Behältnis befördert wird. „Dann sammeln sich auch die anderen Bienen darin.” Das dauere eine Zeit. Im speziellen Fall habe man die Kiste über Nacht vor Ort stehen lassen und dann abgeholt. Jetzt kümmert sich der Imker, der auch Vorsitzender des Templiner Imkervereins ist, bei sich zu Hause um die Bienen.

 

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