ABSTIMMUNG

Windkraft-Moratorium spaltet Kreistag Uckermark

Das Thema Windkraft bleibt ein Dauerbrenner in der Kreispolitik. Die Fronten verlaufen quer durch die Reihen der Abgeordneten.
Die Fronten zur Frage nach einem Ausbaustopp für die Windkraft in der Uckermark laufen quer durch den Kreistag.
Die Fronten zur Frage nach einem Ausbaustopp für die Windkraft in der Uckermark laufen quer durch den Kreistag. Monika Strehlow
Uckermark.

29 Abgeordnete haben bei der jüngsten Sitzung des Kreistages Uckermark gegen den Antrag der Fraktion BVB/Freie Wähler für ein Windkraft-Moratorium in der Uckermark gestimmt. Nur 14 Abgeordnete waren für den Antrag, zwei enthielten sich. Eigentlich eine klare Angelegenheit. Mit Blick auf die genaue Stimmverteilung ergeben sich aber doch Zweifel. Für den Antrag stimmten nämlich neben den drei Abgeordneten von BVB/Freie Wähler auch die AfD-Fraktion, die FDP-Fraktion sowie einige Abgeordnete der CDU. Dagegen waren SPD, Linke, Grüne sowie die Mehrheit der CDU. Was deutlich macht: Das Thema spaltet den Kreistag.

Kein „Weiter so”

Rainer Ebeling (BVB/Freie Wähler) hatte zuvor auf die Brisanz des Antrags hingewiesen. Die Diskussion habe Symbolcharakter. „Wer meint, diesen Antrag ablehnen zu müssen, entscheidet sich für ein 'Weiter so'", mahnte er an. Die Freien Wähler wollten mithilfe des Antrags die Landrätin Karina Dörk (CDU) dazu beauftragen, sich bei der neu gebildeten Landesregierung für einen sofortigen landesweiten Stopp für den weiteren Ausbau der Windkraft in Brandenburg einzusetzen.

Falsches Zeichen

Eine Diskussion im Kreistag blieb diesmal aus. Sie wurde lebhaft bereits bei der vorvergangenen Sitzung ausgetragen. In den Ausschüssen wurde der Antrag als ein „falsches Zeichen” weggefegt. Eine Abgeordnete erkannte mit Blick auf die gegenteiligen Vereinbarungen im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien SPD, CDU und Grüne im Landtag Brandenburg gar eine „populistische Ausrichtung”.

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Kommentare (1)

In der Uckermark stehen schon jetzt die meisten Windmühlen Deutschlands. Zur Zeit sind es knapp 700 !
Wer meint, mit dieser eher schlichten Technologie eine Energiewende (Energie läßt sich im übrigen nicht wenden) zu schaffen, ist gelinde gesagt recht einfach gestrickt. Moderne Gasturbinen mit hoher Leistung könnten in Brandenburg alle Windräder ersetzen. Kein Vogel müßte sterben, keine Insekten müßten verenden. Das Wetter würde wieder feuchter werden; kein Infraschall mehr als Belastung für die Menschen. Keine Landschaftszerstörung mehr für die Menschen. Wenn ich ab und zu mal nach Polen fahre, atme ich nach der Grenze regelrecht auf, wenn ich diese Windmonster nicht mehr sehen muss und weiß´: die Polen sind nicht so deppert wie wir.
Im Übrigen, für eine paar Euros günstigeren Strom lassen die Menschen sicht nicht kaufen. Laßt uns endlich diesen Windmühlenschwachsinn begraben.
Die Eigentümer von Vestas, Enercon und wie sie alle heißen, haben ihre Milliarden ! verdient. Dafür zahlen wir Deutschen die höchsten Stromtarife der Welt. Wann beenden wir endlich diesen ganzen Wind-Irrsin ?