WINDKRAFT

Windparkprojekt an B 109 wird weiterverfolgt

Rote Kreuze an der B 109 zeugen seit 2017 vom Bürgerprotest gegen neue Windräder bei Mittenwalde.
Nordkurier Nordkurier
Die Banner des Widerstandes hängen noch.
Die Banner des Widerstandes hängen noch. Sigrid Werner
Rote Kreuze warnen davor, in der touristisch geprägten Region zwischen Mittenwalde und Templin weitere und noch höhe
Rote Kreuze warnen davor, in der touristisch geprägten Region zwischen Mittenwalde und Templin weitere und noch höhere Windräder aufzustellen. Sigrid Werner
Petznick.

Das Windparkprojekt in Petznick-Herzfelde-Mittenwalde ist offensichtlich nicht von der Zeit überholt. Noch immer zeugen an der Bundesstraße 109 und in Herzfelde rote Kreuze vom Bürgerprotest gegen solche Pläne. 2017 hatten die Unternehmen Enercon und Energiequelle in öffentlichen Ortsbeirats- und Gemeindevertretersitzungen in Petznick, Herzfelde und Mittenwalde um Akzeptanz für das Projekt zur Ausweisung eines größeren Windfeldes im Dreieck zwischen den drei Orten geworben. Bis zu acht Windräder drehten sich zwischen Mittenwalde-Herzfelde bereits. Der gültige Regionalplan von 2016, Teilplan Windnutzung, weist dort ein 144 Hektar großes Eignungsgebiet aus.

Pläne für zehn 230-Meter-Anlagen

In dessen Grenzen, so die 2017 vorgestellte Idee der beiden Firmen, wollten Investoren das Windfeld um drei Windkraftanlagen in der Templiner Gemarkung Herzfelde (Energiequelle) und sieben Windkraftanlagen in der Petznicker und Mittenwalder Gemarkung (Enercon) mit jeweils 4,2 Megawatt Leistung und 230 Metern Gesamthöhe erweitern. Darüber hinaus sollten sechs alte Anlage möglicherweise repowert werden, hieß es, sodass dort 16 Windenergieanlagen grünen Strom produzieren könnten. Dagegen lief eine Bürgerinitiative „Natur pur” Sturm und argumentierte mit schädlichen Auswirkungen auf Natur, Umwelt und Menschen. Der Uckermark Kurier fragte nun bei den Unternehmen nach dem Stand. „Wir sind an dem Repowering-Projekt nicht mehr beteiligt”, so Energiequelle-Sprecherin Susanne Tauke. „Wir sind dort raus.”

Keine neuen Informationen

„Von unserer Seite wird das Vorhaben weiterhin verfolgt”, teilte hingegen Sprecher Felix Rehwald von Enercon mit. „Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, kann ich Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch keine weitere Auskunft geben.”

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Kommentare (4)

Atomenergie bitte - nachhaltig - günstig - gut

ist ja eine Frage persönlicher Vorlieben.
Nachhaltig und günstig sind Eigenschaften, die objektiv beschreibbar sind - dann nennen Sie mal Argumente.

ein sauber geführtes AKW braucht weniger Platz, die Elemente lassen sich aufarbeiten und wiederverwenden - der Negativeffekt auf die Zeit hochgerechnet ist geringer den der Herstellung, Entsorgung und des Einflusses der Windkrafträder und ihrer Vernetzung auf die Natur und Umwelt - wissenschaftlich erwiesen

...das ist mir zu wissenschaftlich.