Von 0,62 Euro derzeit steigen die Gebühren für den Winterdienst im kommenden Jahr auf 1,44 Euro.
Von 0,62 Euro derzeit steigen die Gebühren für den Winterdienst im kommenden Jahr auf 1,44 Euro. Horst Skoupy/Archiv
Gebührensteigerung

Winterdienst in Templin wird 2022 mehr als doppelt so teuer

Die Gebühr für die Dienstleistung steigt in Templin und den Ortsteilen massiv. Wofür, fragt einer der Betroffenen, wenn gar kein Winterdienst erfolgt.
Templin

Im kommenden Jahr kommt auf die Grundstückseigentümer in Templin und den Ortsteilen eine deutliche Erhöhung der Winterdienstgebühren zu. 22 Stadtverordnete haben auf ihrer jüngsten Sitzung der neuen Gebührensatzung zugestimmt, zwei stimmten dagegen. Im Finanzausschuss im November hatte die Verwaltung, die die Gebühren jährlich neu kalkuliert, die Erhöhung vorgeschlagen. Demnach werden im kommenden Jahr 1,44 Euro pro Frontmeter fällig, in diesem Jahr waren es 0,62 Euro. Fachgebietsleiter Hartmut Arndt hatte die Erhöhung mit dem vergleichsweise stärkeren Einsatz in den vergangenen Wintern begründet.

Schlagzeile im Vorjahr: Gebühren für Winterdienst in Templin sinken

Vor der Abstimmung hatte Peter Hinz die Entscheidung kritisiert. Der Templiner wohnt in Ludwigshof. Er habe in den vergangenen zwei Jahren die Erfahrung gemacht, dass die Stichstraßen entlang der Straße An der Koppel vom Winterdienst nicht angefahren werden. „Ich sehe deshalb nicht ein, dass ich das Doppelte an Gebühren bezahlen soll für keine Leistung“, erklärte er.

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Von einer „solidarischen Lösung“ sprach Bürgermeister Detlef Tabbert (Die Linke). Es gebe Straßen, die stärker genutzt werden, oder Nebenstraßen, die weniger geräumt werden. Die Stadt habe sich vor Jahren für die Lösung, Gebühren nach Frontmetern zu berechnen, entschieden. Nach Klagen sei auch deren Rechtmäßigkeit bestätigt worden. „Die Form ist nicht gerecht“, gab der Bürgermeister Peter Hinz Recht, „aber sie ist ein probates Mittel, um die Lasten des Winterdienstes zu verteilen.“

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