STANDORT TEMPLIN

Wohnungen für Fachkräfte gefragt

Was braucht es, um Berufsnachwuchs in die Stadt zu locken? Templiner Unternehmer warnten vor einer Überalterung der Bevölkerung.
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Templin will als attraktiver Wohnstandort wahrgenommen werden. 2020 soll auch der Woba-Block vor der Kita in der Straße der Jugend saniert werden.
Templin will als attraktiver Wohnstandort wahrgenommen werden. 2020 soll auch der Woba-Block vor der Kita in der Straße der Jugend saniert werden. Fred Peters
Templin ·

Der Templiner Handwerkerschaft brennt die Nachwuchsgewinnung auf den Nägeln. Das haben Unternehmer auf einem Treffen mit Vertretern der Stadt und der Arbeitsagentur deutlich gemacht. Im März gab es in Templin 210 offene Stellen. Besonders große Chancen bestehen für Arbeitsuchende, in den Branchen Gastronomie und Küche Fuß zu fassen, weil Stellen massiv auch durch Quereinsteiger besetzt werden. Viele Unternehmen suchen inzwischen überregional nach Fachkräften.

Gegen Überalterung der Bevölkerung

Die Handwerker wünschten sich von der Stadt Aktivitäten, um der Überalterung der Bevölkerung entgegenzuwirken. Nach vorliegenden Prognosen soll es in Templin 2030 fast 5500 Einwohner geben, die über 65 Jahre alt sind, bei dann nur noch insgesamt 13 988 Einwohnern.

Preiswerte Mietwohnungen gefragt

Die Stadt bemüht sich Bauland auszuweisen, um als attraktiver Wohnort wahrgenommen zu werden. Doch das reicht den Unternehmern nicht. Viele Grundstücke von Häuslerbauern würden lediglich als Wochenendhäuser genutzt und seien damit für den Wohnungsmarkt verloren. Die Handwerker forderten preiswerte Mietwohnungen für Mitarbeiter, die sich keine Luxuswohnung leisten können. In der nächsten Zeit entstehen im Stadtgebiet rund 60 Mietwohnungen neu, darunter am Annenwalder Weg, in der Zehdenicker Straße und am Alten Sägewerk.

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