UNWETTER

Wolkenbruch setzt Prenzlau unter Wasser

Sintflutartiger Regen sorgte am Dienstag für großflächige Überschwemmungen in Prenzlau. Polizei und Feuerwehr waren mächtig gefordert.
Mehrere Keller im Stadtgebiet liefen voll und mussten von den Einsatzkräften der Feuerwehr ausgepumpt werden.
Starker Regenschauer in Prenzlau Konstantin Kraft
Ein heftiger Regenschauer sorgte am Dienstag für überflutete Straßen in Prenzlau. Fotos: Konstantin Kraft
Mehrere Keller im Stadtgebiet mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr nach dem Unwetter wieder leer pumpen. Konstantin Kraft
Knöchelhoch stand das Wasser auf diesem Abschnitt der Kietzstraße. Das Öffnen der Gullys half nur wenig.
Knöcheltief stand das Wasser in der Kietzstraße. Für Autos gab es kein Durchkommen mehr. Konstantin Kraft
Wiese unter Wasser: Der Hinterhof zwischen den Neubaublöcken in der Kietzstraße verwandelte sich in einen kleinen S
Der Hinterhof zwischen Neubaublöcken verwandelte sich in einen kleinen See. Konstantin Kraft
Mehrere Keller im Stadtgebiet mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr nach dem Unwetter wieder leer pumpen.
Mehrere Keller im Stadtgebiet mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr nach dem Unwetter wieder leer pumpen. Konstantin Kraft
Auf diesem Abschnitt der Stettiner Straße ging es nur noch schleppend voran.
Auf diesem Abschnitt der Stettiner Straße ging es nur noch schleppend voran. Konstantin Kraft
Knöcheltief stand das Wasser in der Kietzstraße. Für Autos gab es kein Durchkommen mehr.
Knöcheltief stand das Wasser in der Kietzstraße. Für Autos gab es kein Durchkommen mehr. Konstantin Kraft
Starker Regenschauer in Prenzlau
Der Hinterhof zwischen Neubaublöcken verwandelte sich in einen kleinen See. Konstantin Kraft
Starker Regenschauer in Prenzlau
Starker Regenschauer in Prenzlau Konstantin Kraft
Starker Regenschauer in Prenzlau
Starker Regenschauer in Prenzlau Konstantin Kraft
Starker Regenschauer in Prenzlau
Starker Regenschauer in Prenzlau Konstantin Kraft
Starker Regenschauer in Prenzlau
Starker Regenschauer in Prenzlau Konstantin Kraft
Der Hinterhof zwischen Neubaublöcken verwandelte sich in einen kleinen See.
Der Hinterhof zwischen Neubaublöcken verwandelte sich in einen kleinen See. Konstantin Kraft
Prenzlau.

Heftige Regenschauer haben am Dienstagnachmittag für teils sintflutartige Zustände auf mehreren Straßen und Plätzen in Prenzlau gesorgt. Im Kreiskrankenhaus stand das Wasser zeitweise 50 Zentimeter hoch, eine Evakuierung konnte gerade noch vermieden werden. In der Freyschmidtstraße blieben mehrere Autos in den Fluten stecken. Personen waren darin zeitweise eingesperrt.

„Land unter“ ebenfalls auf dem Parkplatz des Kaufland-Einkaufsmarktes am Georg-Dreke-Ring. Dort stand das Wasser so hoch, dass parkende Autos aufgespült wurden. „Durch die Wassermassen sind abgestellte Autos gegeneinander gestoßen“, berichtete Dienstgruppenleiter Matthias Drafz von der Polizeiinspektion Uckermark, der vor Ort war. „Bei einigen Autos drang das Wasser in den Innenraum ein. Es entstand erheblicher Sachschaden, die genaue Höhe lässt sich zurzeit noch nicht beziffern“, so Drafz am Dienstag. Um sich einen Überblick von der Lage zu verschaffen, forderte die Polizei sogar einen Hubschrauber an.

Feuerwehr im Dauereinsatz

Die Freiwillige Feuerwehr Prenzlau einschließlich der Wehren aus den Ortsteilen war im Dauereinsatz. Bis in den frühen Abend hinein pumpten die Kameradinnen und Kameraden mehrere Keller und Straßen im Stadtgebiet vom Regenwasser leer.

Unweit einer Ampelanlage in der Stettiner Straße im Bereich des Bahnhofes überflutete das Wasser einen Abschnitt der viel befahrenen Bundesstraße 109. Der Verkehr ging nur noch schleppend voran. Autos mussten mitunter über den Gehweg ausweichen. Doch selbst der war zeitweise überflutet, wie eine Verkäuferin der Bäckerei Lila Bäcker berichtete. Ein paar hundert Meter weiter ging gar nichts mehr. Auf einem Teilstück der Kietzstraße stand das Wasser derart hoch, dass die Straße von der Polizei gesperrt werden musste. Keller liefen voll. Auf einer Wiese im Innenhof zwischen Neubaublöcken bildete sich ein kleiner See. Selbst das Öffnen der Gullydeckel half kaum. Die Feuerwehr musste schließlich das Wasser von der Straße abpumpen.

Zu kleine Abflussleitungen

Markus Raupach wohnt seit 2003 im Quartier in der Kietzstraße. Er machte am Dienstag seinen Unmut über die Situation Luft. Seit seinem Einzug sei es nun die dritte solch extreme Überschwemmung vor seiner Haustür gewesen. „Das Problem ist bekannt“, betonte er. Die Abflussleitungen unter der Straße können das Regenwasser nicht schnell genug abtransportieren. Der Rohrdurchschnitt sei zu klein, monierte Raupach. „Wir haben das Wasser im Keller“, sagte der Anwohner. Er sitzt als sachkundiger Einwohner im Ausschuss für Wirtschaft, Stadt- und Ortsteilentwicklung in der Prenzlauer Stadtverordnetenversammlung. Bei der Sitzung nächste Woche dürfte es Redebedarf geben.

Am späten Nachmittag hätten die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Prenzlau sämtliche Einsatzschwerpunkte verlassen könen, berichtete Pressesprecher Christian Straßburg. Der erste Alarm sei gegen 13.45 Uhr bei der Feuerwehr eingegangen. Er kam aus der Freyschmidtstraße, in der mehrere Pkw samt Personen in der überfluteten Straße feststeckten. Zehn Minuten später sei der Alarm aus dem Krankenhaus gekommen. 50 Zentimeter stand das Wasser im Keller. Auch das Erdgeschoss war überflutet. Eine kritische Situation. Dank des schnellen Einsatzes der Feuerwehrleute konnte Schlimmeres verhindert werden. Alles in allem waren am Dienstag in Prenzlau rund 50 Kameradinnen und Kameraden über viele Stunden hinweg im Einsatz. „Es ist letztlich alles gut gelaufen“, bilanzierte Christian Straßburg am frühen Dienstagabend.

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