Vor 30 Jahren

Wolletz-Klinik erinnert an Übernahme von Stasi-Schloss

Seit mittlerweile drei Jahrzehnten wird das ehemalige Jagdschloss von Stasi-Chef Erich Mielke in Wolletz als Reha-Klinik betrieben. Zu Beginn wurde vieles improvisiert.
Verwaltungsdirektorin Christin Walsh (links) und der Leitende Chefarzt Dr. Christian Brüggemann gratulierten Petra Reiman
Verwaltungsdirektorin Christin Walsh (links) und der Leitende Chefarzt Dr. Christian Brüggemann gratulierten Petra Reimann (Zweite von links) und Ute Berndt zu ihrer 30-jährigen Tätigkeit in der Fachklinik Wolletzsee. GLG
Angermünde

Stasi-Chef Erich Mielke war gerade erst offiziell ausgezogen, da kamen sie: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des damaligen „Kardiologischen Rehabilitationszentrums“ schlugen im ehemaligen Jagdschloss in Wolletz ihre Zelte auf. Nicht nur sie mussten anpacken, sogar die Patienten wurden beim Möbeltransport von Angermünde nach Wolletz herangezogen. Drei Jahrzehnte ist der Einzug der Klinik in das ehemalige Jagdschloss nun her. Ein Grund zu feiern – insbesondere für die genau noch sieben Beschäftigten, die von Anfang an dabei waren.

Mitarbeiter in vielen Situationen bewährt

Für zwei der seit 1990 Beschäftigten, Petra Reimann und Ute Berndt, wurde der Reigen der Gratulationen bereits eröffnet. Sie freuten sich über Blumen und Sekt, die von Fachklinik-Verwaltungsdirektorin Christin Walsh und dem Leitenden Chefarzt Dr. Christian Brüggemann überreicht wurden. Neben Umarmungen und Dankesworten von ihren Kolleginnen und Kollegen gab es außerdem eine finanzielle Prämie, mit der sich die Krankenschwester und die Physiotherapeutin Wünsche erfüllen können. „Solche erfahrenen Kollegen zu haben, das ist Gold wert“, schätzte die Verwaltungsdirektorin ein. „Die beiden kennen hier jede Ecke und meistern jede noch so stressige Situation. Wir sind ihnen zu großem Dank verpflichtet.“

Therapeuten fühlen sich wohl

Wie vielen Rehabilitanden die beiden Jubilare in den 30 Jahren geholfen haben, bleibt ungezählt, aber dass sie sich nach wie vor wohlfühlen, daran besteht kein Zweifel. „Für uns ist die Klinik ein zweites Zuhause“, sagt Ute Berndt. Und Petra Reimann ergänzt: „Ohne die Arbeit und die Kollegen hier, das kann ich mir gar nicht vorstellen.“

Großes Fest im Sommer

Zu den Höhepunkten des Geburtstagsjahres in Wolletz zählt unter anderem ein Mitarbeiterfest, das im kommenden Sommer etwas größer als die jährlich stattfindenden Feste für die Beschäftigten ausfallen wird.

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